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Uefa-Cup : Auch Hamburg ist im internationalen Geschäft

  • Aktualisiert am

Guerrero immer im Mittelpunkt Bild: AP

Mit einem 4:0 im Qualifikations-Rückspiel gegen Honved Budapest hat sich der Hamburger SV einen Platz im Fußball-Uefa-Cup gesichert. Somit ist die Bundesliga mit sieben Mannschaften im Europapokal vertreten.

          Der Hamburger SV hat die letzte Hürde zum Uefa-Pokal dank Doppeltorschütze Paolo Guerrero leicht und locker genommen und darf doch noch auf Europas großer Fußballbühne mitspielen. Die Hanseaten setzten sich am Donnerstagabend im Rückspiel der zweiten Qualifikationsrunde gegen Honved Budapest mit 4:0 (2:0) durch und zeigten sich für den Bundesliga-Klassiker gegen den FC Bayern München am Sonntag gut gerüstet.

          „Ich denke, dass wir ein sehr gutes Spiel hinbekommen haben. Der große Gewinner ist das Publikum, es hat ein tolles Spiel gesehen“, sagte HSV-Trainer Huub Stevens. Kapitän Rafael van der Vaart blickte im Augenblick des Erfolges auf schwerere Zeiten zurück: „Wir wussten, dass wir dieses Spiel einfach gewinnen müssen. Ich bin sehr froh, dass wir es geschafft haben. Vor ein paar Monaten waren wir noch Letzter in der Bundesliga, jetzt sind wir im Uefa-Pokal.“

          Sieben deutsche Hoffnungsträger

          Die Treffer des überraschend aufgebotenen Guerrero (10./39. Minute), ein Eigentor von Mico Smiljanic (50.) und das Premierentor von Maxim Choupo-Moting (90.+1) brachten dem HSV vor 42.090 Zuschauern im strömenden Regen einen souveränen Sieg.

          Guerrero nach seinem zweiten Tor

          Damit komplettieren die Hamburger bei der Auslosung der ersten Hauptrunde an diesem Freitag in Monte Carlo das deutsche Uefa-Pokal-Quartett mit den Bayern, Pokalsieger 1. FC Nürnberg und Bayer Leverkusen. Mit den drei Champions-League-Teilnehmern Werder Bremen, Schalke 04 und VfB Stuttgart sind also sieben Bundesliga-Teams im Europapokal am Start. (Siehe auch: Champions League: Harte Brocken für Bremen, Stuttgart und Schalke)

          Van der Vaart als Vorbereiter

          Im Gegensatz zum mühevollen 0:0 im Hinspiel gegen den ungarischen Tabellenführer dominierten die Hamburger die Partie nach Belieben und hätten das Ergebnis noch klarer gestalten können. „Das ist ein Imagegewinn für den Verein“, bezeichnete Trainer Huub Stevens die im Nachrückverfahren über UI-Cup und Qualifikationsrunde gesicherte Teilnahme am internationalen Wettbewerb.

          Der Holländer ersetzte seinen gesperrten Landsmann Nigel de Jong im defensiven Mittelfeld durch Verteidiger Vincent Kompany. Im Angriff bot Stevens Guerrero für den leicht angeschlagenen Mohamed Zidan auf. Diese Personalentscheidung sollte sich lohnen. Nach einem geschickten Zuspiel von Rafael van der Vaart, der im Gegensatz zu seiner vom Valencia-Wechseltheater begleiteten Hinspielpause wieder mitwirkte, schob Guerrero den Ball zur frühen Führung ins Honved-Tor. Der Treffer gab dem HSV Sicherheit.

          Schonung für Ligagipfel gegen FC Bayern

          Nur einmal geriet das eigene Tor in Gefahr. Als Joris Mathijsen eine scharfe Flanke abfälschte, reagierte Torwart Frank Rost (13.) sicher. Auf der Gegenseite kombinierten die Hamburger, versäumten es aber zunächst, sich klare Chancen zu erspielen. Einzig Guerrero sorgte in der 33. Minute mit einem Distanzschuss für Gefahr und ließ sechs Minuten später mit einem sehenswerten Kopfball seinen zweiten Treffer folgen. Damit war der Widerstand der schwachen Ungarn endgültig gebrochen.

          Die HSV-Dominanz setzte sich auch im zweiten Abschnitt fort. Eine Flanke von Timothee Atouba fälschte Smiljanic ins eigene Tor ab. Der Serbe verhinderte damit den möglichen dritten Treffer Guerreros, der hinter ihm einschussbereit lauerte.

          In der letzten halben Stunde schalteten auch die Hamburger einen Gang zurück und schonten sich schon für den anstehenden Bundesliga-Hit gegen München. Stevens gönnte auch Matchwinner Guerrero und Kapitän van der Vaart einen frühen Feierabend und ersetzte das Duo durch die Nachwuchsspieler Maxim Choupo-Moting und Änis Ben-Hatira. Und wieder bewies Stevens ein gutes Händchen. In der Nachspielzeit besorgte Choupo-Moting den Endstand.

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