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Uefa bestraft Eintracht : „Wir dürfen uns nichts mehr erlauben“

Italienische Polizisten stehen beim Europa-League-Spiel der Eintracht gegen Lazio Rom vor der Kurve der Frankfurter Fans. Bild: AFP

Noch eine letzte Chance für die Frankfurter: In der Europa League droht der Eintracht beim nächsten Mal eine sehr harte Strafe. Wieder kommt das Fehlverhalten der Anhänger den Klub teuer zu stehen.

          Eintracht Frankfurt kommt das Fehlverhalten ihrer Anhänger einmal mehr teuer zu stehen. Die Europäische Fußball-Union (Uefa) sanktionierte am Donnerstag die jüngsten Ausschreitungen in der Europa League. Die Richter der sogenannten Kontroll-, Ethik- und Disziplinarkammer belegte den Bundesligaklub mit einer Geldstrafe von 80.000 Euro. Außerdem kündigten sie einen Zuschauerausschluss für ein Auswärtsspiel in einem Uefa-Wettbewerb an, der jedoch für die Dauer von zwei Jahren zur Bewährung ausgesetzt wurde.

          Mit dem Urteil reagierte der Verband vor allem auf Vorkommnisse während der Begegnung mit Lazio Rom am 13. Dezember in der italienischen Hauptstadt (1:2), zog aber auch „pyrotechnischen Vergehen“ in vorigen Partien der Europa League ein. Zum Abschuss der Vorrunde hatte ein Teil der rund 9000 Frankfurter Fans Böller und Raketen gezündet. Ein Mann wurde nach Provokationen aus dem Lager der Römer beim Versuch des Platzsturms von Sicherheitskräften überwältigt; insgesamt nahm die Polizei an diesem Abend mehr als ein Dutzend Frankfurter Anhänger fest.

          „Es ist die erwartet harte Strafe und gleichzeitig eine letzte Chance, die man uns gibt. Wir werden in den kommenden Tagen die Entscheidungsgründe der Kommission prüfen und das weitere Vorgehen abstimmen, wobei die Einleitung eines Berufungsverfahrens aufgrund der ausgesprochen geringen Erfolgsaussichten eher unwahrscheinlich ist“, lautete die Stellungnahme von Axel Hellmann, der im Vorstand der Fußball AG für Fan-Belange zuständig ist.

          Der Jurist, der am Donnerstag im Trainingslager der Profis in Florida eintraf, verband seine Bewertung mit einem Hinweis, den er als „klaren Appell“ an die eigene Fanszene verstanden wissen wollte: „Wenn wir wieder Fußballfeste auf europäischem Boden mit all unserer Reiselust, Begeisterung und Kreativität feiern wollen, dürfen wir uns nichts mehr erlauben, von Vorfällen wie in Rom ganz zu schweigen. Das musste uns schon unmittelbar nach dem Spiel am 13. Dezember klar sein – jetzt hat es jeder schwarz auf weiß.“ Das nächste Auswärtsspiel in der Europa League führt am 14. Februar in die Ukraine: zum Duell in der ersten K.o.-Runde mit Schachtar Donezk.

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