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U 21 : Verdacht auf Kreuzbandriß bei Sinkiewicz

  • Aktualisiert am

Ausgeschieden in der Nachspielzeit: Stefan Kießling am Boden Bild: REUTERS

Dem Vorrunden-Aus der deutschen U21-Fußballer bei der EM in Portugal folgte der nächste Schock: Abwehrspieler Lukas Sinkiewicz vom 1. FC Köln erlitt bei der 0:1-Niederlage gegen Portugal möglicherweise einen Kreuzbandriß im Knie.

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          Dem bitteren Vorrunden-Aus der deutschen U21-Fußballer bei der EM in Portugal folgte der nächste Schock: Abwehrspieler Lukas Sinkiewicz vom 1. FC Köln erlitt bei der 0:1-Niederlage gegen Portugal möglicherweise einen Kreuzbandriß im Knie. Der 20 Jahre alte Innenverteidiger kann sich allerdings erst am Montagabend nach der Rückkehr nach Deutschland einer Kernspintomografie unterziehen, die endgültig Aufschluß über die Schwere der Verletzung geben sollte.

          Glück im Unglück hatte dagegen Torhüter Michael Rensing. Bei der Handverletzung, die sich der Keeper von Rekordmeister Bayern München kurz vor Ende der Partie nach einer üblen Attacke von Ricardo Quaresma zugezogen hat, handelt es sich nur um eine Prellung und nicht wie zunächst befürchtet um einen Bruch. Allerdings droht dem 21-Jährigen möglicherweise ein Nachspiel. Nach seiner verletzungsbedingten Auswechslung hatte Rensing wutentbrannt einen Offiziellen der Europäischen Fußball-Union (Uefa) am Spielfeldrand angegangen. Ob die Uefa eine Untersuchung einleiten wird, war zunächst nicht bekannt.

          0:1 in der Nachspielzeit

          Deutschlands Fußball-Junioren hatten das Halbfinale bei der U 21-Europameisterschaft in letzter Sekunde verpaßt. Die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes unterlag im Abschlußspiel der Gruppe A vor 28.174 Zuschauern in Guimaraes gegen Gastgeber Portugal unglücklich mit 0:1 (0:0). Den Treffer für die Gastgeber, die trotz des Sieges ebenfalls den Einzug in die Runde der besten Vier verpassten, markierte in der vierten Minute der Nachspielzeit Joao Moutinho. Bis dahin hatten die Deutschen auf Grund des 2:0-Sieges von Frankreich gegen Serbien- Montenegro das Weiterkommen vor Augen.

          In einem Match auf durchschnittlichem Niveau begann die DFB- Auswahl durchdachter und spielfreudiger. Die besseren Chancen hatten im ersten Durchgang die Deutschen. Nachdem Polanski (15. Minute) und Rafael (18.) mit Distanzschüssen das Ziel verfehlten, zielte auch Schulz im Anschluss an eine Ecke aus wenigen Metern (27.) neben das Tor. Kurz darauf verzog Rafael aus zehn Metern die beste Möglichkeit (36.).

          Pech für Torleute Rensing und Fromlowitz

          Die Portugiesen, die nur mit einem Sieg mit drei Treffern Differenz das Halbfinale erreicht hätten, ließen ihren Elan und den Tordrang vermissen. Ricardo Quaresma sorgte zwar mit einem Schuß vor dem Gehäuse von Michael Rensing für Gefahr (30.), ansonsten stand die deutsche Abwehr aber kompakt.

          Im zweiten Abschnitt trat die DFB-Auswahl taktisch geschickt auf und behielt die Spielkontrolle. Lediglich im portugiesischen Strafraum fehlte die Durchschlagskraft. Erst scheiterte Polanski (50.), dann schoß Hilbert am Tor vorbei (61.). Glück hatte das DFB-Team, als Quaresma vor dem Tor verzog (69.). Quaresma sorgte dann auch für eine Schrecksekunde: Nach einem Foul des Portugiesen mußte Rensing wegen einer Handblessur in der 85. Minute verletzt vom Platz. Der Ersatzkeeper des deutschen Rekordmeisters Bayern München hatte anschließend Glück, daß er nach einer Rangelei mit Quaresma nur die Gelbe Karte sah. Für Rensing kam Florian Fromlowitz ins Spiel. Doch Fromlowitz konnte den k.o. der Deutschen nicht verhindern - den Schuß von Moutinho aus 12 Metern mußte der Lauterer passieren lassen und wie seine Teamkollegen sank Fromlowitz nach dem Schlußpfiff enttäuscht zu Boden.

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