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U 21 : Glanzparaden im Schatten von Oliver Kahn

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Nando Rafael (r.) traf für die deutschen Junioren Bild: AP

Die Freude über den Riesenschritt Richtung EM-Endrunde fiel eher verhalten aus, stattdessen warnte U-21-Trainer Dieter Eilts nach der 2:0 in Tschechien vor einem Ausrutscher im Rückspiel.

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          Ein glanzvoller Auftritt von Michael Rensing hat die "U 21"-Junioren des deutschen Fußball-Bundes (DFB) vor der ersten Niederlage unter Trainer Dieter Eilts bewahrt. Der Torhüter vom deutschen Meister Bayern München ebnete dem deutschen Team mit seinen Paraden den Weg zum glücklichen 2:0-Erfolg im Achtelfinal-Hinspiel in Uherske Hradiste gegen Tschechien und schaffte zugleich eine glänzende Ausgangsposition für das Erreichen der Europameisterschafts-Endrunde 2006 (25. Mai bis 6. Juni).

          "Michael hat uns ganz klar im Spiel gehalten. Darüber bin ich sehr, sehr glücklich. Er hat seine Position im Moment gerechtfertigt", sagte Eilts. Die beeindruckende Bilanz des Europameisters von 1996 seit dem Amtsantritt im August 2004 lautet nunmehr: zehn Siege und drei Unentschieden. Am Dienstag reicht den deutschen Junioren im Rückspiel in Leverkusen bereits ein Unentschieden zum Erreichen der EM-Endrunde.

          Gute Ausgangsposition für Rückspiel

          Rensing, bei den Bayern der Mann hinter Nationaltorhüter Oliver Kahn, stand vor 8.000 Zuschauern im ausverkauften Stadion Mestsky von Beginn an im Mittelpunkt. Die Tschechen dominierten das Mittelfeld und kamen zu erstklassigen Möglichkeiten. Rensing mußte früh gegen Tomas Jirsak (7.) und Pavel Fort (16.) retten. "Wenn man die ersten beiden Bälle hält, bekommt man Sicherheit", sagte der Einundzwanzigjährige, der beim Stand von 1:0 durch das Tor von Nando Rafael (Hertha BSC Berlin, 34. Minute) kurz vor dem Spielende mit einer tollen Parade gegen Fort den Sieg festhielt. Im Gegenzug traf Christian Schulz (86.) per Kopf zum Endstand.

          "Das Ergebnis hat natürlich nicht dem Spielverlauf entsprochen. Die Ausgangsposition ist sehr gut für das Rückspiel, mehr aber auch nicht", sagte Rensing, dessen Situation als Kahns Vertreter nicht zu beneiden ist: "Oliver Kahn spielt so lange, wie er kann. Aber ich bin jung, und Oliver hört möglicherweise 2006 auf. Ich will mich bei Bayern durchsetzen."

          „Die deutlich schlechteste Leistung“

          Doch zunächst steht am Dienstag die letzte Hürde zum Erreichen der EM-Endrunde an. Dieter Eilts hebt auch deshalb warnend den Zeigefinger. "Das war die deutlich schlechteste Leistung, seitdem ich die Mannschaft übernommen habe. Uns stehen noch viele harte Minuten bevor", sagte der Ostfriese, der allerdings mit dem Einsatz seiner Mannschaft hoch zufrieden war. Auch Torschütze Nando Rafael lobte den Teamgeist: "Es ist wichtig, daß wir uns gegenseitig unterstützen. In Leverkusen wollen wir besser spielen. Aber wir müssen auch nicht gewinnen."

          Auch wenn der tschechische Trainer Ladislav Skorpil, der die deutsche "Effektivität" lobte, Kampf bis zur letzten Minute ankündigte, scheint die Zuversicht bei seinen Spielern nicht sehr ausgeprägt zu sein. So behauptete Stürmer Vaclav Sverkos von Borussia Mönchengladbach: "Wir hätten bis 24 Uhr spielen können und trotzdem nicht getroffen." Die deutschen Junioren hingegen wußten, wie glücklich der Sieg zustande kam. Mit einem schelmischen Lächeln im Gesicht meinte Abwehrspieler Christian Schulz: "Mit soviel Glück wird man wahrscheinlich Europameister."

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