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U-21-EM : Spanien zaubert sich ins Halbfinale

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Auftrag erfüllt: Pablo Fornals vom FC Villareal zieht mit Spaniens U-21 ins Halbfinale ein. Bild: EPA

Die U-21-Auswahl Spaniens ist ihrer Favoritenrolle gerecht geworden und ins Halbfinale der EM eingezogen. Überzeugen konnten vor allem zwei Spielgestalter. Gastgeber Italien dagegen bangt ums Weiterkommen.

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          Spaniens U-21-Nationalmannschaft hat als erstes Team das Halbfinale bei der EM in Italien und San Marino erreicht. Gastgeber und Rekordsieger Italien beendete die Gruppe A dagegen trotz eines 3:1 (1:0) gegen Belgien nur auf dem zweiten Platz und muss hoffen, als bester der drei Gruppenzweiten noch den Sprung in die K.o.-Runde zu schaffen. Aufgrund des guten Torverhältnisses ist das aber nicht unwahrscheinlich.

          Die junge Auswahl Spaniens gewann gegen Polen 5:0 (3:0) und steht allein aufgrund des besseren Torverhältnisses unter den letzten Vier. Spanien, Italien und Polen lagen nach drei Spielen mit je sechs Zählern gleichauf. Da im Dreiervergleich aber Spanien vor Italien lag, sind die Polen ausgeschieden. Letzter der Gruppe wurde Belgien, das in allen drei Spielen Niederlagen kassierte.

          Pablo Fornals vom FC Villareal erzielte für die von Beginn an überlegenen Spanier das 1:0 in der 17. Minute, Mikel Oyarzabals Grätsche besorgte den zweiten Treffer (35.), ehe der alles überragende Fabian Ruiz schon in der ersten Hälfte mit einem präzisen Distanzschuss für klare Verhältnisse sorgte (39.). Angetrieben von dem Napolitaner, der seine Mitspieler immer wieder mit klugen Pässen in Szene setzte und Pech hatte mit zwei Lattentreffern, erhöhte der ebenfalls intelligente Spielgestalter Real Madrids, Dani Ceballos, in der zweiten Hälfte noch auf 4:0 (71.). Dem ehemaligen Wolfsburger Borja Mayoral gelang sogar noch der Treffer zum Endstand in der 90. Minute.

          Im anderen Gruppenspiel gewann Gastgeber Italien 3:1 (1:0) gegen Belgien. Nicolo Barella von Cagliari Calcio erlöste die junge Squadra Azzurra kurz vor dem Ende der ersten Hälfte mit dem 1:0 (44.). In der zweiten Hälfte machte zunächst Milans Patrick Cutrone mit einem Kopfball scheinbar alles klar, ehe die Belgier dank einer schönen Kombination noch einmal verkürzen konnten. Yari Verschaeren vom RSC Anderlecht traf (79.). In der 89. Minute sorgte dann Federico Chiesa mit seinem dritten Turniertor für den 3:1-Endstand (89.). In der Nachspielzeit sah zudem Belgiens Isaac Mbenza die Gelb-Rote Karte (90.+3). Die Italiener müssen nun hoffen, dass Dänemark gegen Serbien (Sonntag, 21 Uhr live auf Sport1) nicht mit mehr als drei Toren Unterschied gewinnt. Ansonsten sind sie ausgeschieden.

          Deutsches Team will nur auf sich schauen

          Der deutsche U-21-Nationaltrainer Stefan Kuntz will sich vor dem abschließenden EM-Gruppenspiel gegen Österreich nicht mit den Tücken des Modus' und einem möglichen Ausscheiden beschäftigen. „Wir haben es selber in der Hand, das ist die beste Ausgangsposition, die man haben kann“, sagte Kuntz vor der Partie am Sonntagabend (21.00 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur U-21-EM und im ZDF) in Udine. Mit einem Sieg oder einem Remis wären die deutschen U-21-Fußballer sicher im Halbfinale. Bei einer Niederlage würde trotz zuvor zwei Siegen und 9:2 Toren in zwei Partien das vorzeitige Aus drohen.

          „Wir sind der Meinung, dass wir unser Spiel gewinnen wollen oder zumindest punkten. Dann brauchen wir uns nicht auf andere verlassen, wir haben es selber in der Hand“, sagte Abwehrspieler Timo Baumgartl: „Wenn wir die Leistung von Serbien nochmal toppen, dann haben wir eine gute Chance, auch zu gewinnen.“

          Kuntz erwartet einen starken Gegner. „Natürlich kann Österreich mit einem Sieg noch ins Halbfinale einziehen“, sagte er. Beide Länder verbinde eine „positive Rivalität“. Auch Baumgartl erwartet einige Brisanz in dem Duell, in dem Österreich mit sechs Spielern aus den beiden deutschen Bundesligen im Kader antritt. „Es geht ums Weiterkommen, die Österreicher sind unsere Nachbarn“, sagte der Stuttgarter.

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