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Fußball-Bewerbung : Türkei setzt bei EM-Vergabe auf Vorteil durch Özil-Affäre

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Das Foto von Mesut Özil (links) mit dem türkischen Präsidenten könnte auch Auswirkungen auf die Vergabe der EM 2024 haben. Bild: AP

Deutschland galt als Favorit für die Austragung der Fußball-EM 2024. Dann kam die Özil-Affäre. Und der türkische Bewerbungschef gibt offen zu, dass er sich daraus einen Vorteil erhofft.

          Servet Yardimci, Chef des türkischen Bewerbungskomitees um die Ausrichtung der Fußball-Europameisterschaft 2024, sieht in der Affäre um Mesut Özil einen Vorteil für sein Land im Wettstreit mit dem Deutschen Fußball-Bund (DFB). „Es ist eine internationale Geschichte geworden und sehr unglücklich. Ich hoffe, das wirkt sich zu unseren Gunsten aus, denn Özil hat das alles nicht verdient“, sagte Yardimci dem Magazin „Inside World Football.

          Weiter äußerte Yardimci seine Hoffnung, dass die Botschaft der Türkei, „Grenzen zu öffnen“ und „neue Märkte für die Uefa zu schaffen“, sich als „unwiderstehlich“ bei der Entscheidung um die Vergabe der übernächsten EM-Endrunde erweisen werde. Die türkisch-stämmigen deutschen Nationalspieler Özil und Ilkay Gündogan hatten Mitte Mai mit dem umstrittenen türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan in London für ein gemeinsames Foto posiert. Nach dem Vorrunden-Aus bei der WM in Russland war Özil von DFB-Verantwortlichen zum Sündenbock erkoren worden. Am 22. Juli trat der 29 Jahre alte Mittelfeldspieler nach 92 Länderspielen aus der Nationalmannschaft zurück.

          Der Star des englischen Topklubs FC Arsenal hatte in seiner dreiteiligen Rücktrittserklärung Rassismus-Vorwürfe gegen den DFB und dessen Präsidenten Reinhard Grindel erhoben, welchen der Verband energisch widersprach. In der Türkei erfuhr Özil im Nachgang der Affäre große Solidarität. Am 27. September wird über die Vergabe der EM 2024 entschieden. Deutschland und die Türkei sind die einzigen Bewerber.

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