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Europas Trainer des Jahres : Tuchel „absolut begeistert und sehr dankbar“

  • Aktualisiert am

„Ich bin absolut begeistert und allen dankbar, die uns unterstützt haben": Thomas Tuchel Bild: dpa

Nach dem Triumph in der Champions League mit dem FC Chelsea ist Thomas Tuchel Europas Trainer des Jahres. Sein Schlüsselspieler Jorginho löst Robert Lewandowski als Fußballer des Jahres ab. Auch ein Bundesliga-Spieler wird ausgezeichnet.

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          Im schwarzen Poloshirt lächelte Thomas Tuchel in die Kamera. Seine nächste silbern glänzende Trophäe konnte der deutsche Champions-League-Sieger vom FC Chelsea wegen der Corona-Pandemie zwar nicht persönlich entgegennehmen. Er war aber „absolut begeistert und sehr dankbar“, am Donnerstagabend als bester Trainer des Kontinents geehrt zu werden. „Wir sind sehr, sehr glücklich“, sagte der 47-Jährige in einer knappen Grußbotschaft. Sein Schlüsselspieler Jorginho wurde wenige Minuten später als Europas Fußballer des Jahres ausgezeichnet.

          Der italienische Europameister bedankte sich - auch nur per Video - bei allen, „die mir auf dieser Reise geholfen haben“. Der 29-Jährige setzte sich bei der Trainer- und Journalistenwahl der Europäischen Fußball-Union UEFA gegen seinen Chelsea-Teamkollegen N’Golo Kanté und Kevin De Bruyne vom englischen Meister Manchester City durch und folgte damit auf Bayerns Superstürmer Robert Lewandowski. Als beste Fußballerin des Kontinents wurde Alexia Putellas vom FC Barcelona geehrt. Die UEFA-Gala in Istanbul fand größtenteils ohne die Preisträger statt.

          „Ich bin sehr glücklich mit dem Preis“, sagte Jorginho. Der 29-Jährige spielt seit 2018 in London. Auch unter Tuchel, der Chelsea im Januar übernommen hatte, ist der gebürtige Brasilianer, der seit 2016 für Italien aufläuft, einer der Leistungsträger. Ebenso wie in der Squadra Azzurra beim EM-Triumph.

          Im Halbfinale von London gegen Spanien verwandelte Jorginho im Elfmeterschießen den letzten Versuch, Italien jubelte. Im Endspiel gegen England scheiterte der Mittelfeldstratege zwar vom Punkt. Weil aber der nachfolgende Bukayo Saka für die Gastgeber auch verschoss, feierten die Italiener ihre rauschende Siegesnacht.

          Auszeichnung für Haaland

          Tuchel nahm die Trainerauszeichnung auch im Namen seines Teams an. Der frühere Bundesliga-Coach hatte das Kunststück vollbracht, nach seinem Final-Einzug mit Paris Saint-Germain 2020 auch die Blues ein Jahr später ins Endspiel der Königsklasse zu führen. Das entscheidende Tor gegen Manchester City erzielte Nationalspieler Kai Havertz. „Es tut mir leid, dass ich nicht persönlich da sein kann, aber wir sind sehr, sehr glücklich“, sagte Tuchel.

          Bei der Wahl der besten Spielerinnen und Spieler in den einzelnen Mannschaftsteilen der Königsklasse wurde Borussia Dortmunds Star-Stürmer Erling Haaland ausgezeichnet. Zur Wahl stand auch Lewandowski. Als Abwehrspieler war auch Nationalspieler Antonio Rüdiger (Chelsea) nominiert, Rúben Dias von Manchester City gewann. Bei den Frauen stand Torhüterin Ann-Katrin Berger (Chelsea) zur Auswahl, den Preis bekam Sandra Paños vom FC Barcelona.

          Begonnen hatte die Gala noch einmal emotional. Das medizinische Team, das dem dänischen Nationalspieler Christian Eriksen während der EM das Leben gerettet hatte, wurde mit dem Präsidentenpreis geehrt. „Ich kann ihnen nur meinen tiefsten Respekt ausdrücken. Sie haben diesen Preis mehr als alle anderen verdient“, sagte UEFA-Präsident Aleksander Ceferin. Zum medizinischen Personal gehörte am jenen Abend in Dänemark auch der deutsche Intensivmediziner Jens Kleinefeld.

          Ausgezeichnet wurde auch der dänische Kapitän Simon Kjaer, der sich per Videoschalte bedankte. „Als Kapitän fühle ich mich verpflichtet, diesen Preis für das Team anzunehmen“, sagte Kjaer. Eriksen war am 12. Juni in Kopenhagen während des EM-Gruppenspiels gegen Finnland auf dem Rasen zusammengebrochen und musste wiederbelebt werden. Das schnelle Handeln der Mediziner bewahrte Eriksen vor dem Tod. Kjaer hatte zuvor schnell auf dem Rasen reagiert und den Ernst der Lage erkannt.

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