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Ecken-Panne : Tuchel darf nicht gratulieren

Blöd gelaufen: Mainz hat Tuchels Namen von Grußkarten abgeschnitten Bild: dpa

Mainz 05 und sein Trainer haben sich im Streit getrennt. Doch geht der so weit, dass Tuchels Name nicht mehr auf Grußkarten stehen darf? Eine Pannengeschichte.

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          Das letzte Eigentor in Mainz fiel dank einer Ecke. Da jubelten die Mainzer, beim 3:0 gegen Bremen am 30. Spieltag. Nach der Saison hat der Erstligaverein nun selbst ein Eigentor kassiert. Schuld daran ist ausgerechnet eine Ecke. Sie gehört zur Geburtstagsgrußkarte, die Mainz 05 an jedes seiner rund 14.000 Mitglieder verschickt und auf der bislang auch die Unterschrift von Trainer Thomas Tuchel stand. Doch weil viele Fans nach Tuchels unrühmlichem Abgang schwer enttäuscht sind, handelte ein Mainzer Mitarbeiter schnell: Er schnitt die Unterschrift des ehemaligen Trainers kurzerhand ab und verschickte die Karte mit einer Ecke weniger.

          Jonas Jansen
          Wirtschaftskorrespondent in Düsseldorf.

          „Eine unglückliche Fehlentscheidung“ sei das gewesen, teilte der Verein auf Anfrage mit. Und Pech für Mainz 05 noch dazu, denn ein Mitglied beschwerte sich - nicht beim Verein, sondern bei einer Lokalzeitung. „Symbolcharakter“ habe das, sagte der Fan. Und dass er sich für seinen Verein geschämt habe. Dabei seien nur wenige Karten lediglich an drei Tagen mit der abgeschnittenen Ecke verschickt worden, sagte Mainz-Sprecherin Silke Bannick. Es sei zudem bei einer einzigen Beschwerde geblieben. Seitdem verschickt Mainz 05 übrigens Blankogrußkarten. Ganz ohne Unterschrift.

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