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Traum von Länderspielen : So wird man Nationalspieler

Einsatz in der WM-Qualifikation: Aaron Krüger im Stadion von Guangzhou Bild: privat

Pau Babot und Aaron Krüger haben sich einen Traum erfüllt – in Guam und Andorra. Die beiden Fußballer aus Hessen spielen für Nationalteams ihrer Vorfahren. Der Weg dorthin ist mitunter ein wenig kurios.

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          Aaron Krüger ist am Freitagabend in ein Flugzeug gestiegen, das ihn auf die Malediven gebracht hat. Wo andere Tauchurlaub machen, möchte Krüger Nationalspieler werden. Der 30 Jahre alte Fußballspieler vom SV Wiesbaden tritt mit dem Nationalteam Guams auf der Insel im Indischen Ozean an und hofft auf die Erfüllung seines Traums, der 2016 begann. Damals weilte Krüger auf Guam, um Verwandte zu besuchen. Sein Vater stammt von dem rund 160.000 Einwohner zählenden, nichtinkorporierten Territorium der Vereinigten Staaten, das immer mal wieder wegen Angriffsdrohungen durch den nordkoreanischen Machthaber Kim Jong-un in den Weltnachrichten auftaucht.

          „Ich wollte mich eigentlich in den sechs Wochen nur ein bisschen fit halten und über Fußball ein paar Leute kennenlernen. Deshalb habe ich den besten Klub der Insel angeschrieben, ob ich mittrainieren könne“, sagt Krüger, in Deutschland damals in der achten Spielklasse beim FSV Nieder-Olm südlich von Mainz aktiv. Er war willkommen, aber die ersten Trainingseinheiten fielen wegen Flutlichtausfalls aus. „Man kann dort nur Fußball spielen, wenn es dunkel ist. Sonst ist es zu heiß und schwül“, sagt er.

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