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FC Barcelona : Erst die Torgala, dann eine Überraschung

  • Aktualisiert am

Luis Enrique wird nur noch bis Saisonende Coach in Barcelona sein. Bild: AFP

Barça besiegt Gijón deutlich. Doch nach dem Abpfiff überrascht der katalanische Klub mit einer Nachricht: Luis Enrique will nach „drei unvergesslichen Jahren“ nicht mehr Trainer sein.

          Riesenüberraschung beim FC Barcelona: Luis Enrique will nach der laufenden Fußball-Saison als Trainer des spanischen Meisters aufhören. Das teilte der Klub des deutschen Nationaltorwarts Marc-André ter Stegen am späten Mittwochabend auf Twitter mit - nur wenige Minuten nach dem überragenden 6:1 (3:1) in der Primera División gegen Sporting Gijón. Die Nachrichtenagentur „Europa Press“ zitierte den 46-Jährigen mit den Worten: „Ich würde mich gerne etwas ausruhen. Aber ich möchte dem Club für die Chance danken, die er mir damals gegeben hat.“ Enrique sprach von „drei unvergesslichen Jahren“, die er mit Barça erlebt habe. Nun brauche er eine Pause. Mittelfeldstar Ivan Rakitic erklärte, der Coach habe zunächst der Mannschaft seine Entscheidung mitgeteilt.

          Klub-Präsident Josep Maria Bartomeu schrieb auf Twitter: „Wir akzeptieren Luis’ Entscheidung. Er war ein großartiger Trainer.“ Die Spieler seien motiviert, Enriques Zeit bei Barcelona mit einer weiteren Meisterschaft zu krönen. Derzeit gibt es an der Spitze von La Liga ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen den Katalanen und Rekordmeister Real Madrid. Die „Königlichen“ kamen mit Toni Kroos gegen UD Las Palmas nur zu einem 3:3 (1:1). Nach dem Führungstreffer von Isco in der achten Minute drehten Tana (10.), Jonathan Viera (56./Handelfmeter) und der ehemalige Schalker Kevin-Prince Boateng (59.) die Partie in Madrid zunächst zugunsten der Gäste, ehe Cristiano Ronaldo mit einem Doppelschlag (86./Handelfmeter, 88.) den Königlichen noch einen Punkt rettete. Gareth Bale sah bei Real die Rote Karte (49.). Barcelona liegt nun einen Punkt vor Madrid, Real hat jedoch noch ein Spiel mehr.

          Gegen Gijón brachte Lionel Messi die Gastgeber in der neunten Minute in Führung. Juan Rodríguez erhöhte per Eigentor auf 2:0 (11.), ehe Carlos Castro ter Stegen überwand und die Gäste aus Asturien kurzzeitig wieder heranbrachte (21.). Luis Suárez stellte sechs Minuten später den Zwei-Tore-Abstand jedoch wieder her. Auch nach der Pause verloren die Katalanen nicht die Lust am Toreschießen: Paco Alcácer (49.), Neymar (65.) und Ivan Rakitic (88.) sorgten mit weiteren Treffern für das deutliche Endergebnis.

          Enrique hatte das Team seit 2014 trainiert und die Blaugrana gleich in seiner ersten Saison zum Gewinn des Triples geführt, also den Titeln in der spanischen Primera División, der Champions League und dem spanischen Pokal. Im vergangenen Jahr holte Barcelona abermals die Meisterschaft und den Pokal. In dieser Champions-League-Saison steht Barcelona nach einem 0:4 gegen Paris St. Germain im Hinspiel vor dem Aus. Enrique war früher selbst Profi-Fußballer und als Barça-Kapitän zwischen 1996 und 2004 zur Club-Legende geworden. Bevor er dort Coach wurde, hatte er ab 2013 den Erstligisten Celta Vigo trainiert.

          Manchester City hat derweil auch dank Leroy Sané eine Blamage vermieden und im Wiederholungsspiel gegen Huddersfield Town das Viertelfinale des FA-Cups erreicht. Elf Tage nach dem enttäuschenden 0:0 beim englischen Zweitligaverein gerieten die von Pep Guardiola trainierten Citizens im eigenen Stadion sogar in Rückstand, schlugen dann aber zurück. Das 0:1 von Harry Bunn in der siebten Minute glich der ehemalige Schalker Sané nach einer halben Stunde aus. Kun Agüero per Elfmeter (35.) und Pablo Zabaleta (38.) sorgten mit ihren Toren schon vor der Pause für eine Vorentscheidung gegen das vom deutschen Coach David Wagner trainierte Team. Im zweiten Durchgang erhöhten Agüero (73.) und Kelechi Iheanacho (90.) den Vorsprung weiter. Im Viertelfinale muss Manchester am 11. März beim FC Middlesbrough antreten.

          Lazio Rom kam dem Finale des italienischen Pokals einen großen Schritt näher. Das Team von Trainer Simone Inzaghi besiegte den Stadtrivalen AS Rom im Derby 2:0. Der deutsche Nationalspieler Antonio Rüdiger spielte beim Verlierer 90 Minuten durch. Sergej Milinkovic-Savic brachte die Gastgeber im Hinspiel nach einer halben Stunde in Führung. Der ehemalige Dortmunder Ciro Immobile erzielte in der 78. Minute den zweiten Treffer für Lazio. In gut einem Monat kommt es zwischen den Erzrivalen zum Rückspiel-Duell.

          Julian Draxler hat mit Paris St. Germain das Viertelfinale des französischen Pokals erreicht. Beim Zweitligaverein FC Chamois Niortais tat sich das Team von Trainer Unai Emery auf schwer bespielbarem Rasen allerdings lange Zeit schwer. Javier Pastore brachte die Gäste erst in der 78. Minute nach einem Freistoß in Führung, Edinson Cavani erhöhte in der Nachspielzeit auf 2:0. Julian Draxler spielte von Beginn an und wurde kurz vor Schluss ausgewechselt, der deutsche Torhüter Kevin Trapp saß 90 Minuten auf der Bank.

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