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Fußball in England : Eine Posse und andere Probleme beim FC Chelsea

  • -Aktualisiert am

Ob das gut geht? Chelseas neuer Trainer Maurizio Sarri kämpft mit einigen Sorgen. Bild: Reuters

Mit einem neuen Trainer Maurizio Sarri wollten die „Blues“ wieder zu alter Stärke finden. Doch kurz vor dem Start der Saison macht sich Nervosität breit. Dagegen helfen soll der teuerste Torwart der Welt.

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          Der FC Chelsea startet am Samstag gegen Huddersfield Town (16.00 Uhr bei DAZN) in die neue Premier-League-Saison. Zwei Tage vorher, am Donnerstagnachmittag, schließt für die Klubs in Englands erster Liga das Fenster für Neuverpflichtungen. Die Londoner dürften wegen beider Termine durchaus nervös sein. Denn sie sind weit davon entfernt, mit ihren Vorbereitungen auch nur annähernd fertig zu sein. Maurizio Sarri, der neue Trainer der „Blues“, ist seit weniger als einem Monat im Amt. Wegen der Weltmeisterschaft im Sommer sind einige Stars erst seit Anfang dieser Woche zurück aus dem Urlaub. Und mit Torwart Thibaut Courtois ist einer von ihnen am Montag nicht wie verabredet zum Training angetreten, sondern pocht stattdessen auf einen Wechsel.

          Dabei wollten sie beim FC Chelsea mit der Verpflichtung von Sarri doch eigentlich neue Lust auf Fußball versprühen. „Ich hoffe, wir können unseren Fans unterhaltsamen Fußball anbieten und dabei um Titel mitspielen“, sagte Sarri bei seiner Vorstellung an der Stamford Bridge. Der 59 Jahre alte Italiener gilt als detailverliebter Perfektionist und Fußball-Philosoph mit Hang zur schwungvollen Offensive. In seinen drei Jahren beim SSC Neapel schoss seine Mannschaft 251 Liga-Tore – mehr als jeder andere Verein in Italiens Serie A. Der SSC Neapel wurde mit ihm auf der Bank zweimal Zweiter und einmal Dritter hinter Serienmeister Juventus. Und das, obwohl Sarri erst mit 55 Jahren den Sprung in Italiens erste Liga geschafft hat: Vorher hatte er nur bei unterklassigen Vereinen gearbeitet – wohl auch, weil er es als Spieler nicht zum Profi geschafft hatte, weshalb ihn zu Beginn seiner Trainer-Laufbahn nicht der „Stallgeruch“ eines ehemaligen Spielers umwehte, sondern der Büro-Muff eines ehemaligen Bankers.

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