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Eurogoals : Drei unglaubliche Minuten für Ronaldo

Wie einst Messi in Madrid: Ronaldo zieht blank und zeigt, wer hier der Torschütze ist. Bild: AFP

Traumtor, Provokation und Platzverweis im Clásico. Tor beim Debüt von Neymar. Torhüter-Kuriosum in Frankreich. Ärger für Liverpool. Jubel bei Huddersfield. Sehen Sie Europas Fußball-Wochenende im Video.

          Dass Cristiano Ronaldo gerne im Mittelpunkt steht, ist nichts Neues. Und so wird es den mehrfachen Weltfußballer sicher gewurmt haben, dass Trainer Zinedine Zidane ihn beim Hinspiel des spanischen Supercups von Real Madrid zunächst nur auf die Ersatzbank setzte. Zumal der Clásico beim FC Barcelona anstand.

          Tobias Rabe

          Verantwortlicher Redakteur für Sport Online.

          Doch Ronaldo wäre nicht Ronaldo, wenn er die Spielzeit, die er von der 58. Minute an bekam, nicht nutzen würde. Nach Lionel Messis Ausgleich antwortete der Portugiese prompt mit einem Traumtor, zog sich das Trikot aus, präsentierte seine Muskeln und sein Shirt mit seinem Namen – so wie es einst Rivale Messi in Madrid in der vergangenen Saison gemacht hatte. Doch damit nahm das Drama des Ronaldo seinen Lauf. Denn keine drei Minuten später flog er vom Platz – und hatte danach seine Nerven nicht im Griff.

          Ein Einstand nach Maß erlebte 222-Millionen-Euro-Neuzugang Neymar bei Paris Saint-Germain. Bei EA Guingamp gab es nicht nur einen 3:0-Sieg, sondern auch das erste Tor des Brasilianers. Kurios war der Führungstreffer für Paris, als sich der Gegner in Slapstick-Manier zum Eigentor kombinierte.

          Eine völlig verrückte Partie lieferten sich Racing Straßburg und OSC Lille. Die Gäste brauchten in den 90 Minuten gleich drei Torhüter. Erst rastete Stammkeeper Mike Maignan aus und sah die Rote Karte. Doch auch Stürmer Nicolas de Preville hielt es nicht bis zum Ende der Partie im Kasten aus …

          Ebenfalls eine furiose Partie mit einer dramatischen Schlussphase zeigten Juventus Turin und Lazio Rom im Spiel um den Supercup in Italien. Der frühere Dortmunder Ciro Immobile traf für Lazio doppelt, Juve kämpfte sich zurück zum Ausgleich. Doch dann war da ja noch die Nachspielzeit.

          Schlechter hätte der Saisonstart in der englischen Premier League für Meister FC Chelsea nicht laufen können. Gegen den FC Burnley kassierten die „Blues“ im eigenen Stadion in der ersten Halbzeit eine Rote Karte und gleich drei Gegentore. Spannend wurde es danach aber dennoch noch einmal.

          Besser machte es der Londoner Stadtrivale FC Arsenal, der die Ehre hatte, die Spielzeit zu eröffnen. Auch Gegner Leicester City, Meister von 2016, trug seinen Teil zum Spektakel bei der Ouvertüre bei. Sieben Tore fielen, Arsenal sah schon wie der Verlierer aus, kam aber doch noch zurück und siegte.

          Kaum weniger Dramatik lieferte der FC Liverpool, der endlich mal wieder Meister werden will. Da wäre ein Auftaktsieg beim FC Watford nicht die schlechteste Basis gewesen. Doch in einer furiosen Partie mit vielen Wendungen hatte das Team von Jürgen Klopp nicht das bessere Ende für sich.

          Einen Traumstart nach 45 Jahren Abstinenz aus der ersten englischen Liga erlebte Huddersfield Town. Das Team des deutschen Trainers David Wagner siegte bei Crystal Palace 3:0 und übernahm zumindest für eine Nacht die Tabellenführung. Und der Jubel kannte keine Grenzen.

          Noch um ein Tor besser als die „Terrier” aus Huddersfield startete Manchester United. Die Elf von José Mourinho zeigte Geheimfavorit West Ham United beim 4:0 die Grenzen aus. Vor allem der neue Torjäger der „Red Devils“ beeindruckte mit einem Doppelpack für den ersten Spitzenreiter.

          Die weiteren Spiele des 1. Premier-League-Spieltags:

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