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Großes Lob nach Clásico : „Dieser Kroos darf keine Minute mehr fehlen“

  • Aktualisiert am

Toni Kroos zeigte im Clásico für Real Madrid eine starke Leistung. Bild: AFP

In der Champions League fehlte er überraschend, beim Clásico ist Toni Kroos bei Real Madrid wieder dabei. Seine Vorarbeit zum 1:0 zeigt, wie wertvoll der deutsche Nationalspieler ist. Danach gibt es viel Lob.

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          Die eindrucksvolle Rückkehr von Toni Kroos riss nur Cristiano Ronaldo nicht vom Sitz. Als Real Madrids deutscher Regisseur die Abwehr des FC Barcelona mit einem tödlichen Pass filetierte und quasi den Clásico entschied, stand das ganze Estadio Santiago Bernabeu – lediglich CR7 verharrte auf seinem Vip-Platz und klatschte nur kurz vergnügt in die Hände. Zwar war Reals früherer Superstar erstmals seit seinem Abschied 2018 wieder zurückgekehrt, das Rampenlicht überließ er aber dem zuletzt degradierten Kroos.

          Nach dem 2:0 (0:0) der Madrilenen gegen den Erzrivalen, den Real von der Tabellenspitze stürzte, forderte die spanische Sportzeitung Marca mit Nachdruck: „Dieser Kroos darf keine Minute mehr fehlen.“ Eine klare Botschaft an Real-Trainer Zinedine Zidane, der den Nationalspieler unter der Woche beim 1:2 gegen Manchester City im Achtelfinale der Champions League noch 90 Minuten auf der Bank hatte schmoren lassen.

          Nach dieser 71. Minute, in der Kroos Vinicius Junior per Fingerzeig tief schickte und jener zur 1:0-Führung veredelte, lassen sich schwer Argumente gegen den Deutschen finden. Auch der Torschütze war voll des Lobes: „Toni hat mir eine wunderschönen Pass gespielt“, sagte Vinicius, der bestätigte, dass sie den Spielzug im Training einstudiert hatten. Doch Kroos überzeugte nicht nur durch den einen Geistesblitz, mit einer Passgenauigkeit von 98 Prozent verlieh er dem Team auch wieder die Stabilität, die gegen City noch abhanden gekommen war – ein entscheidender Faktor für den Sieg.

          Nachdem Mariano Diaz (90.+2) in der Nachspielzeit für klare Verhältnisse gesorgt hatte, war vor allem Zidane sichtlich erleichtert. Noch ein Rückschlag nach zuvor drei Pflichtspielen ohne Sieg hätte eine veritable Staatskrise auslösen können. Der Gau blieb aus. „Ich habe vorher gesagt, es ist eine Gelegenheit, die Latte wieder höher zu legen und das haben wir von Anfang an getan“, sagte Zidane. Die Kritik wegen der Nichtberücksichtigung von Kroos in der Königsklasse und allem anderen, was gegen Manchester falsch gelaufen war, hat der Franzose derweil gut verarbeitet.

          Laut Zidanes Kapitän Sergio Ramos kein Wunder. „Ich weiß nicht, ob Zidane geschätzt wird, aber wenn jemand einen Arsch in der Hose hat, dann ist es Zidane“, sagte der Abwehrchef, der sich mit Barcas Gerard Pique nach der Partie noch einen verbalen Schlagabtausch lieferte. Typisch Clásico. Der Katalane habe nach eigener Aussage in der ersten Halbzeit „das schlechteste Madrid“ gesehen, auf das er je im Bernabeu getroffen sei. Die Madrilenen drehten tatsächlich erst im zweiten Durchgang mit ihrem Gegenpressing auf, aber Ramos fand dennoch: „Ich würde sofort unterschreiben, jeden Clasico mit so einer schlechten Halbzeit, wie er sagt, zu gewinnen.“ Dank Kroos ist ihnen das gelungen.

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