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Real Madrid : Kroos und Co. spielen bei Zidane auf Bewährung

  • Aktualisiert am

Auch Toni Kroos stand zuletzt bei Real Madrid in der Kritik. Bild: Picture-Alliance

Eigentlich hat Real Madrid in dieser Saison keine Titelchancen mehr. Doch nach dem spektakulären Comeback von Trainer Zinedine Zidane geht es für die Spieler nun plötzlich um ziemlich viel.

          Eigentlich könnten Toni Kroos und seine Kollegen bei Real Madrid schon in aller Ruhe den Sommerurlaub planen. Zwei Monate vor Saisonende hat Spaniens Fußball-Rekordmeister keine reellen Titelchancen mehr, dafür ist die Teilnahme an der nächsten Champions League praktisch unter Dach und Fach. Doch aufgrund des Comebacks von Erfolgstrainer Zinedine Zidane beginnt für Kroos & Co. am Samstag im Ligaduell gegen Celta de Vigo (16.15 Uhr bei DAZN) eine 60-tägige „Probezeit“, ein harter Kampf um die Stamm- und Kaderplätze. Es gibt für einige Spieler neue Risiken – und für andere neue Chancen. Das weiß auch Isco, der zu denen gehörte, die eigentlich schon auf der Abschussliste standen. „Das ist meine Chance, und die werde ich nutzen“, twitterte der 26-jährige Mittelfeld-Nationalspieler.

          Anstelle des geschassten Santiago Solari ist es nämlich „Zizou“, der die von Medien, Fans und auch von Klubboss Florentino Pérez geforderte Runderneuerung des Kaders nach der jüngsten Pleiten-Serie einleiten soll. Und die begann bereits im großen Stil. Am Donnerstag wurde die Verpflichtung von Eder Militao bekannt. Der 21 Jahre alte Brasilianer war vor neun Monaten vom FC Sao Paulo zum FC Porto gewechselt und entwickelte sich schnell zu einer Stütze des Champions-League-Viertelfinalisten. Er wechselt für 50 Millionen Euro und ist damit teuerster Abwehrmann der Real-Geschichte.

          Am Freitag berichtete die britische Zeitung „The Sun“, Real werde Chelsea ein 82-Millionen-Euro-Angebot für Eden Hazard machen. Der Druck auf Kroos wird damit größer, denn der Deutsche war zuletzt heftigst kritisiert worden. Neben Kroos, Isco – der unter Solari laut Medien „rebelliert“ und deutlich zugenommen hatte – stehen vor allem Gareth Bale, Marcelo und Karim Benzema am Pranger.

          Auf der Wunschliste des milliardenschweren Bauunternehmers López stehen unter anderem so schillernde Namen wie Kylian Mbappé und Neymar (beide Paris Saint-Germain), Paul Pogba (Manchester United) und Sadio Mané (FC Liverpool). Geld hat Real. Wie die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte im diesjährigen „Football Money League“-Bericht enthüllte, nahmen die Königlichen vorige Saison knapp 751 Millionen Euro ein. Damit liegt der Klub vor dem FC Barcelona (690) und Manchester Unted (666) deutlich vorne.

          „Einige Dinge werden wir ändern müssen“, sagte Zidane bei seiner Präsentation. Gegen Vigo startet der Franzose derweil nicht nur die Beobachtung seiner Schützlinge, er feiert auch ein Jubiläum. Es ist für ihn das 150. Spiel als Real-Trainer. Auf seiner ersten Etappe gewann er neun Titel, darunter drei Mal die Champions League und 104 von 149 Pflichtbegegnungen. Große Probleme dürfte er bei seinem „zweiten Debüt“ als Real-Coach im Bernabéu nicht haben. Das abstiegsgefährdete Team aus Galicien schaffte in 52 Spielen bei den Königlichen nur sechs Siege und fünf Remis.

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