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Todestag von Diego Maradona : Engel oder Teufel?

  • -Aktualisiert am

Ikone mit zwei Seiten: Zum Erbe des Diego Maradona gehören auch Schatten. Bild: AFP

Vor einem Jahr starb Diego Maradona. Und zu seinem Erbe gehören auch dunkle Schatten. Nun läuft der Kampf um die Geschichtsschreibung. Denn es gibt schwere neue Anschuldigungen.

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          Den Moment, in dem Diego Maradona zur Legende aufstieg, haben sie in der argentinischen Hauptstadt auf eine Häuserwand aufgemalt. In der Nachbarschaft Lomas de Marilo in Buenos Aires steht zu lesen: Diego Maradona hat Freude im Volk gesät. Darunter ist neben unzähligen Porträts des vor einem Jahr gestorbenen Superstars des argentinischen Sports der Laufweg jenes Tors aufgezeichnet, das Maradona als Fußballer unsterblich machte. Jenes Tor, das sich nach seinem historischen Solo-Lauf im WM-Achtelfinale gegen England zum 2:0 für immer ins Gedächtnis des Fußball-Fans aller Welt eingebrannt hat.

          Für jeden Richtungswechsel ein Punkt, daneben die Namen der englischen Nationalspieler, die ihn vergeblich versuchten zu stoppen. Peter Beardsley oder Terry Butcher zum Beispiel. Oder der ganz am Ende des Laufs düpierte Peter Shilton im Tor. Dass einige Namen der englischen Spieler falsch geschrieben sind, tut der Wirkung keinen Abbruch. Sie sind ohnehin nur Randfiguren, zufällig dabei gewesen bei einer Begegnung mit einem Gott. Es ist ein Gemälde, das wie früher im Mittelalter die entscheidenden Szenen einer historischer Schlacht für die Nachtwelt festhalten soll. Szenen, die so und nicht anders die Geschichtsschreibung prägen sollen. Es gibt Häuserwände, die zeigen ihn als Engel, andere als eine Art Bischof. Stets aber gibt es religiöse Bezüge.

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