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DFB-Pokal : Die Bayern gewinnen Elfmeter-Drama in Leipzig

Die Bayern feiern in Leipzig: Die Münchner kommen nach Elfmeterschießen weiter. Bild: SINGER/EPA-EFE/REX/Shutterstock

Beide Teams liefern sich ein packendes Duell in der zweiten Runde im DFB-Pokal. Dabei gibt es viel Aufregung und umstrittene Schiedsrichter-Entscheidungen. Am Ende versagen einem Leipziger die Nerven.

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          So wie am Mittwoch waren sich Bullen und Bayern noch nie begegnet: alles oder nichts, siegen oder scheitern – dass der Pokalwettbewerb, dessen Wesen ohnehin in der Zuspitzung liegt, seine maximale Pointierung schon in der zweiten Runde erlebte, war nicht unbedingt ein Geschenk für die beteiligten Mannschaften. Aber allemal eines für die Fans, die diesem neudeutschen Klassiker in spe zwischen RB Leipzig und dem FC Bayern als Beobachter mit Hochspannung widmen durften. Packend war es jederzeit, ein Spiel voller Emotionen und auch Wendungen, ein veritables Pokaldrama also, das erst in einem Elfmeterschießen einen Klimax und somit den Sieger fand.

          DFB-Pokal
          Christian Kamp
          Sportredakteur.

          Nach dem 1:1 nach 120 Minuten besaßen die Bayern die besseren Schützen vom Punkt: Lewandowski, Alaba, Hummels, Rudy und Robben trafen allesamt, während bei den Leipzigern Timo Werner mit dem letzten Elfmeter an Sven Ulreich scheiterte, die vorherigen Treffer von Bernardo, Kampl, Halstenberg und Orban waren damit entwertet. „Leider haben wir es nicht geschafft, das Spiel früher zu entscheiden. Ich bin froh, dass wir es trotzdem geschafft haben“, sagte Ulreich in der ARD. „Es war ein heißes Spiel, es war ein intensives Spiel. Wir sind ganz glücklich, dass wir weiter sind“, befand Bayern-Kapitän Robben. „Es tut weh, aber wir müssen auch stolz auf unsere Leistung sein. Das Leben geht weiter“, sagte Leipzigs Forsberg.

          Aufregung hatte es schon vorher zur Genüge gegeben: einen zurückgenommenen Elfmeter für Leipzig (34. Minute), die Gelb-Rote Karte gegen Naby Keita (54.), welche die bis dato gezeigte Überlegenheit der Mannschaft von Ralph Hasenhüttl beendete, und schließlich auch die ersten Tore, zunächst durch Emil Forsberg, der einen Strafstoß für RB verwandelte (68.), dann durch Thiago (73.). Erst gegen Ende des Spiels und in Überzahl bekamen die Münchner Oberwasser, vorher hatte es eher so ausgesehen, als stehe es ihnen bis zum Hals angesichts der Leipziger Wucht und Schärfe vor allem in den ersten 45 Minuten.

          Schon am Samstag gibt es für Hasenhüttl und seine unglücklich geschlagene Mannschaft die Chance zur Revanche, dann in München und nicht mit K.-o.-Charakter, aber natürlich mit der längst wieder virulent gewordenen Frage nach der sportlichen Marktführerschaft im Lande. Für die Bayern und ihren neuen alten Trainer Jupp Heynckes sind es ohnehin wegweisende Wochen, eine Woche nach dem Leipzig-Spiel geht es nach Dortmund zur Borussia. Für das bayerische Selbstbewusstsein war der Sieg womöglich ein wertvoller Schritt nach vorn. Spielerisch ließ sich das nicht unbedingt sagen. In der vergangenen Saison hatten die Bayern ihren Führungsanspruch noch doppelt dokumentiert: mit einem überaus dominanten 3:0 im Hinspiel, als die Leipziger von Beginn an ohne Zugriff waren – und beim 5:4 im Rückspiel, als ihnen nach 2:4-Rückstand ein eindrucksvolles Comeback gelang. Inzwischen hat sich die Fußballwelt weitergedreht, und das nicht unbedingt zu Gunsten eines Münchner Momentums, auch wenn man das meinen könnte. Die Leipziger waren vom Start weg wacher, schneller, selbstbewusster – und damit in der ersten Hälfte der Führung näher als die eher altbacken wirkenden Bayern.

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