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EM-2024-Zuschlag : Der deutsche Fußball wird das Thema Özil nicht los

  • -Aktualisiert am

Wer sagt’s denn? Reinhard Grindel, Friedrich Curtius, Celia Sasic und Philipp Lahm (von links) sind am vorläufigen Ziel – und können anstoßen. Bild: dpa

Nach der Vergabe der Fußball-EM 2024 an Deutschland sieht sich der angezählte DFB-Präsident Grindel als Sieger. Der verstummte Özil allerdings treibt nicht nur ihn weiter um.

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          Der Tisch fürs Siegermenü ist gerichtet. Berti Vogts und Horst Hrubesch sitzen schon – auch Cacau, der Integrationsbeauftrage des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). Andere warten verhalten, Philipp Lahm kommt rein. „Komm her, Philipp“, ruft Reinhard Grindel durch den Raum, als der EM-Botschafter und Weltmeisterkapitän in den Saal tritt. Ob der forschen Ansprache des Verbandspräsidenten wirkt Philipp Lahm einen Augenblick irritiert. Dann weist ihm Grindel mit einem Schulterklopfer seinen Platz zu. Die aus Frankfurt eingeflogene kleine Jazz-Kapelle spielt auf.

          Christoph Becker
          Sportredakteur.

          Ein ganzes Golfhotel hatte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) zur Vergabe der Europameisterschaft gemietet. Von einem rauschenden Festbankett konnte am Donnerstagabend aber nicht die Rede sein. Ein guter Teil der nach Nyon geladenen deutschen Fußballprominenz war schon am Nachmittag wieder vom Genfer See abgereist. „Terminliche Gründe“ hieß es von Seiten des DFB. Ein Dutzend Gäste blieben Grindel für die Feier. Generalsekretär Friedrich Curtius, DFB-Schatzmeister Stephan Osnabrügge, auch die ebenfalls in die EM-Kampagne eingebundene frühere Nationalspielerin Celia Sasic gehörten dazu. Kein Karl-Heinz Rummenigge, kein Rudi Völler, auch DFB-Vizepräsident Rainer Koch hatte sich schon verabschiedet. Für die anderen verbliebenen Helfer aus der DFB-Zentrale, die sich seit Monaten dafür reingehängt hatten, dass die Europameisterschaft im Jahr 2024 in Deutschland stattfindet, war ein Nebentisch vorgesehen.

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