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VfB Stuttgart : Tayfun Korkut wird neuer Cheftrainer

  • -Aktualisiert am

Ob das gut geht? Tayfun Korkut wird neuer Trainer in Stuttgart. Bild: dpa

Einen Tag nach der Trennung von Hannes Wolf hat der VfB Stuttgart einen neuen Trainer gefunden. Tayfun Korkut gibt sich zuversichtlich, „das Ziel erreichen zu können“. Wer ist er?

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          Sein Einstieg war klassisch. Genaues Bild von der Mannschaft schaffen, viele Gespräche führen, neue Akzente setzen: Tayfun Korkut ist einerseits mutig und doch gewohnt zurückhaltend beim VfB Stuttgart angetreten. Der 43 Jahre alte Deutsch-Türke wurde beim Aufsteiger der Fußball-Bundesliga am Montagabend als Nachfolger des einen Tag zuvor entlassenen Hannes Wolf vorgestellt. „Mein Vertrag gilt für anderthalb Jahre. Wenn wir absteigen sollten, werden wir uns noch einmal zusammensetzen müssen“, sagte Korkut. Kurzfristig soll er ein Problem lösen, das Sportvorstand Michael Reschke und Präsident Wolfgang Dietrich durch einen Trainerwechsel beheben möchten. Die Stuttgarter wollen sich in der Bundesliga halten und möglichst etablieren. Dass Korkut für diese Aufgabe besser als Wolf geeignet ist, wird bundesweit kontrovers diskutiert.

          Seine Vita klingt eigentlich wie gemalt für die Bedürfnisse des VfB. Korkut ist in Stuttgart geboren, schwäbelt und kennt sich im Verein schon aus. Aber nach seinem kurzfristigen Engagement als U 19-Trainer (2011) gab es eben auch Stationen, die nicht gerade als ein idealer Start in eine Karriere als Profi-Cheftrainer eingestuft werden. Bei Hannover 96 war er 2014 als Kenner des modernen Fußballs vorgestellt worden, hatte gute Ansätze, scheiterte jedoch nach nur 15 Monaten unter anderem an seiner eher zweitklassigen Außendarstellung. Die Hoffnung auf mehr Erfolg beim Zweitligaklub 1. FC Kaiserslautern und als Interimslösung bei Bayer Leverkusen sollte sich nicht erfüllen. Korkut bringt als langjähriger Profi und ehemaliger türkischer Nationalspieler eine Vielzahl an Erfahrungen mit. Aber seinem Ruf, zur modernen Generation der sogenannten Konzepttrainer zu gehören, ist er bisher nicht gerecht geworden.

          Das Knifflige an seiner neuen Aufgabe beim VfB Stuttgart beschäftigt Korkut vom ersten Moment an. „Jeder Verein ist anders. Das Geschäft ist sehr schnelllebig“, sagte der neue Coach. Schon vor seinem ersten Training muss sich Korkut damit auseinandersetzen, dass seine Verpflichtung in und um Stuttgart von mehr Skepsis als Aufbruchstimmung begleitet wird. Die Vereinsführung gibt sich große Mühe, den Übergang von Wolf zu Korkut als äußerst fair einzustufen. Mit Korkut übernimmt ein Mann die Regie, der öffentlich eher defensiv auftritt. Korkut lebt in Cannstatt und damit erstaunlich nah am Geschehen der Schwaben. Er folgt dem Ruf eines Vereins, der sich mehr Kontinuität wünscht, aber in den vergangenen 13 Jahren zehn verschiedene Trainer beschäftigt hat.

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