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Aufregung im Supercup : Spieler von Real Madrid für brutales Foul bejubelt

  • Aktualisiert am

Federico Valverde von Real Madrid (links) holt Atlético-Stürmer Alvaro Morata brutal von den Beinen. Bild: AFP

Im Finale um den spanischen Supercup begeht Federico Valverde von Real Madrid ein heftiges Foul und sieht die Rote Karte. Von Medien, Fans und Teamkollegen wird er dafür gelobt – und sogar noch ausgezeichnet.

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          Auch ein brutales Foul kann zu Ruhm beim spanischen Fußball-Rekordmeister Real Madrid verhelfen. Nach dem Triumph der Königlichen im Finale des spanischen Supercups über Stadtrivale Atlético (0:0, 4:1 im Elfmeterschießen) wurde Rot-Sünder Federico Valverde von Medien, Fans und Teamkollegen auch und vor allem wegen einer spielentscheidenden Notbremse bejubelt. Die Madrider Fachzeitung „Marca“ erhob am Montag das „Vögelchen“ (Pajarito), wie der Mannschaftskollege von Toni Kroos gerufen wird, gleich zum „Helden“. Sein Tritt gehe „in die Geschichte ein.“

          Mit einer Grätsche von hinten und einem sehr harten Tritt in die Beine von Álvaro Morata hatte der 21-Jährige am Sonntag im King Abdullah-Stadion im saudischen Dschidda in der 115. Minute der Verlängerung den allein auf das Tor von Thibaut Courtois zulaufenden Atlético-Stürmer zu Fall gebracht – und damit eine „hundertprozentige“ Chance vereitelt. Morata wälzte sich lange schmerzverzerrt auf dem Boden, es gab ein langes Handgemenge. Nicht nur „Marca“ bejubelte Valverde. Das Konkurrenz-Blatt „AS“ schrieb: „Madrid hat auf Valverde angestoßen. Noch nie wurde eine Rote Karte bei Real so sehr gefeiert.“ Trotz (oder auch wegen?) der Notbremse wurde Valverde zum MVP, zum besten Spieler des Finales gewählt.

          Nach Medienberichten wurde Valverde in der Real-Umkleidekabine von Kapitän Sergio Ramos & Co. minutenlang lautstark gefeiert. Der Mann, der 2016 von Peñarol Montevideo zu den „Königlichen“ wechselte, erhielt aber auch Zuspruch von Fans in den sozialen Netzwerken: „Lang Lebe Valverde!“ und „Uruguayer, Uruguayer!“. Trainer Zinedine Zidane äußerte sich indes zurückhaltender: „Er hat gut agiert. Er musste so handeln, und er hat sich danach bei Morata entschuldigt.“

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