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Super-League-Pläne : Das Spiel der Investoren

Joel (l) und Avram Glazer im Jahr 2019 mit Ole Gunnar Solskjaer, Trainer von Manchester United Bild: Reuters

Die Super-League-Vereine gehören Investoren und Milliardären. Die Beträge, um die es geht, sind für sie nicht viel Geld. Und die Börse freut sich.

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          Die allermeisten Fußballfans sind außer sich, in den sozialen Medien schlägt den großen Fußballklubs Wut, ja Hass entgegen. Ganz anders die Situation in der Zielgruppe, die für die Investoren hinter den Klubs vielleicht die wichtigere ist: Die Anleger bejubelten die Pläne zur Super League geradezu. Die Aktienkurse der beteiligten Vereine, die an der Börse notiert sind, legten zum Teil zweistellig zu.

          Gustav Theile
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Am stärksten reagierte die Aktie von Juventus Turin: Der Kurs gewann zeitweise 20 Prozent. Der Wert des Vereins stieg damit rechnerisch um einige hundert Millionen Euro, bis zum Nachmittag auf knapp 1,2 Milliarden Euro. Der Kurs von Manchester United schoss zeitweise um etwa neun Prozent in die Höhe, die Titel von Borussia Dortmund sogar um zwölf, obwohl Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke seine Ablehnung der Liga bekräftigte. Die Anleger sind sich offenbar sicher, dass Dortmund über kurz oder lang den finanziellen Verlockungen nicht widerstehen kann. Schließlich ist der Verein auch seinen Anlegern verpflichtet.

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