https://www.faz.net/-gtl-9zn88

Kurioser Vorfall in Südkorea : Rekordstrafe für Sexpuppen auf der Tribüne

  • Aktualisiert am

Geschmackloser Zuschauerersatz: Sexpuppen im Stadion des FC Seoul Bild: dpa

Wegen „demütigender“ Zuschaueratrappen muss der südkoreanische Fußball-Klub FC Seoul eine hohe Geldstrafe bezahlen. Die Liga ist außer sich. Auch die Polizei schaltet sich ein.

          1 Min.

          Diese Zuschauerattrappen waren ein teures Vergnügen: Der südkoreanische Fußball-Erstligaklub FC Seoul wird für die Platzierung von Sexpuppen auf der Tribüne zur Kasse gebeten. Die nationale K-League belegte den Verein mit der Ligarekordstrafe von umgerechnet knapp 75.000 Euro. Am vergangenen Sonntag beim Geisterspiel gegen den FC Gwangju hatte Seoul die Sexpuppen als „Zuschauerersatz“ auf den Rängen positioniert.

          Dies habe die „weiblichen Fans zutiefst gedemütigt und verletzt und die Integrität der Liga nachhaltig geschädigt“, hieß es in der Urteilsbegründung des Ligaverbandes. Der Hauptstadtklub akzeptierte die Strafe und entschuldigte sich. Man habe nicht gewusst, dass es sich bei den Puppen um Sexspielzeuge handele, so der Verein.

          Die K-League hatte am 8. Mai mit zweimonatiger Verspätung wegen der Coronakrise vor leeren Rängen den Spielbetrieb aufgenommen. Die südkoreanischen Klubs versuchen allesamt mit Puppen, Plakaten und Bannern das triste Stadionbild etwas zu schmücken.

          Ein Sexshopbesitzer hatte nach Medienberichten deshalb versucht, seine Produkte auf diesem Weg zu bewerben – und der FC Seoul war auf dieses Angebot hereingefallen. Der Verein schaltete deshalb nun die Polizei ein.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Bundesinnenminister Horst Seehofer und Verfassungsschutz-Präsident Thomas Haldenwang stellen den Verfassungsschutzbericht 2019 vor

          Rechtsextremismus : „Das ist eine Schande für unser Land“

          Der aktuelle Verfassungsschutzbericht zeichnet ein klares Bild: Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus seien weiter die größte Bedrohung für die Sicherheit in Deutschland, erklärt Innenminister Seehofer. „Wir müssen weiterhin wachsam und wehrhaft sein.“
          Der Dresdner Stadtteil Neustadt

          Lokalposse : Schaltet Dresden das Internet ab?

          Wie es die Partei „Die Partei“ in Dresden unter Mithilfe etablierter Politiker abermals schafft, die Kommunalpolitik lächerlich zu machen.

          Waffengewalt in New York : Wie im Wilden Westen

          In New York hat die Waffengewalt stark zugenommen. Allein am ersten Juli-Sonntag starben neun Menschen an Schussverletzungen. Die Häufung der Verbrechen in der Stadt ist bemerkenswert – und lässt düstere Erinnerungen wach werden.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.