https://www.faz.net/-gtl-a3qe8

Suárez weint bei Abschied : „Ich werde immer ein Culé bleiben“

  • Aktualisiert am

Fein gemacht für die Abschlusszeremonie: Luis Suárez letzter Auftritt für den FC Barcelona Bild: EPA

Sechs Jahre spielte Luis Suárez für den FC Barcelona, gewann die Champions League. Nun wechselt er zum Ligarivalen Atlético und stichelt gegen die Klubführung. Messi schaut aus der ersten Reihe zu.

          1 Min.

          Fußball-Stürmer Luis Suárez hat sich vor seinem Wechsel zu Atlético Madrid mit Tränen und Liebesbekundungen vom spanischen Zweiten der vergangenen Primera-División-Saison, FC Barcelona, verabschiedet. „Ich werde immer ein Culé (ein Barcelona-Fan) bleiben, ganz egal, wo ich in Zukunft sein werde“, sagte der sichtlich bewegte 33 Jahre alte Uruguayer am Donnerstag auf der Abschieds-Pressekonferenz im Camp Nou Stadion.

          Atlético wird für den Nationalspieler bis zu sechs Millionen Euro an erfolgsabhängigen Boni zahlen, wie die zwei Top-Vereine der Primera División mitteilten. Für wie lange der Stürmer in Madrid unterzeichnen wird, wurde zunächst nicht mitgeteilt. Nach spanischen Medienberichten wird er aber von Alético einen Zweijahresvertrag bekommen.

          Er gehe „mit Stolz, weil ich in die Geschichte Barcelonas eingegangen bin“. Bei FC Barcelona, mit dem er unter anderem ein Mal die Champions League und vier Mal die Liga gewann, habe er „sechs spektakuläre und wunderbare Jahre“ erlebt, betonte Suárez vor mehreren seiner bisherigen Kollegen, darunter seinem engen Freund Lionel Messi. Zu dem und über den er auch ein paar Worte fand.

          Bei der Verabschiedung von Suárez saß Messi in der ersten Reihe. „Man muss respektieren, wenn du gesagt bekommst, dass man nicht mehr auf dich zählt, aber auch, wenn ein Spieler sagt, dass er gehen möchte“, sagte Messis Kumpel Suárez und spielte damit auf dessen Wunsch an, den FC Barcelona zu verlassen. Der Klub aber verweigert ihm die Freigabe. Weshalb Suárez gleich nochmal gegen die Klubführung nachtrat. „Leo weiß, was ich denke, und ich weiß, was er denkt. Ihm kam es seltsam vor, dass einer gehen muss, und dann auch noch zu einem direkten Rivalen.“

          Der Wechsel kommt derweil nicht überraschend: In Barcelona hatte der neue Trainer Ronald Koeman nicht mehr mit Suárez geplant. Die Katalanen wollten wegen der Coronavirus-Pandemie ihre Lohnkosten senken. Zwischenzeitlich stand auch ein Wechsel von Suárez zum Serie-A-Club Juventus Turin im Raum. Dieser soll wegen eines gefälschten Sprachtest nicht zu Stande gekommen sein. Italienische Behörden ermitteln deswegen gegen den Uruguayer.

          Weitere Themen

          St. Pauli ärgert den HSV im Hamburger Derby

          Zweite Bundesliga : St. Pauli ärgert den HSV im Hamburger Derby

          Fünf Spiele, fünf Siege: Nun endet die makellose Bilanz des HSV in dieser Saison in der zweiten Bundesliga. Ausgerechnet im Derby gegen St. Pauli gelingt erstmals kein voller Erfolg. In Düsseldorf gibt es dagegen einen Sieger.

          Topmeldungen

          Der belgische Premierminister Alexander De Croo informiert die Bürger nach den Beratungen über verschärfte Corona-Maßnahmen am Freitagabend.

          Corona-Spitzenreiter : Belgien scheut den Lockdown

          Belgien hat die höchste Infektionsrate in Europa. Die Maßnahmen werden verschärft, aber einen Lockdown wird es vorerst nicht geben. Aus Sicht von Fachleuten ist das viel zu wenig.
          Der republikanische Senator Lindsey Graham spricht am 17. Oktober auf einer Wahlkampfkundgebung

          Senatswahl in Amerika : Die Angst der Republikaner

          Können die Demokraten Weißes Haus, Repräsentantenhaus und Senat in ihre Hand bringen? Die Republikaner fürchten den Verlust ihrer Mehrheit, weil sogar einst sichere Sitze in Gefahr sind.
          Kathleen Krüger (rechts, mit Joshua Kimmich) gewann als Teammanagerin beim FC Bayern die Champions League.

          Frauen im deutschen Fußball : Wo bleibt Fritzi Keller?

          Über Jahrzehnte verbot und verhinderte der Deutsche Fußballmänner-Bund aktiv die Entwicklung der Frauen. Ihre aktuelle Rolle ist immer noch geprägt von weitgehender Abwesenheit. Es gibt eine einsame Ausnahme – und noch zu wenige positive Entwicklungen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.