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Eurogoals: FAZ.NET mit DAZN : Streit zwischen Real Madrid und Barça

Cristiano Ronaldo traf zwar, aber Real Madrid gewann nicht. Bild: AFP

Kein Sieger im Madrid-Derby. Bayern-Gegner Sevilla blamiert sich. United vermasselt City die Party. Klopp torlos. Kuriose Schlussphase bei Arsenal. Paris mit viel Glück. Sehen Sie Europas Fußball-Wochenende im Video.

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          Der Clásico zwischen dem FC Barcelona und Real Madrid in der spanischen Primera División findet erst am 6. Mai statt. Doch schon vier Wochen vor dem Duell geht es hoch her zwischen den Klubs. Grund ist eine alte Tradition. Sollte eine Mannschaft in der Liga schon als Meister feststehen, muss der Gegner vor dem Spiel einen Korridor, auf Spanisch pasillo, bilden. Bei elf Punkten Vorsprung derzeit könnte Barcelona zum Zeitpunkt des Spiels schon uneinholbar vorne sein. Doch Real Madrid denkt gar nicht daran, Spalier zu stehen für den Erzrivalen. Und das sorgt schon jetzt für Ärger.

          Tobias Rabe

          Verantwortlicher Redakteur für Sport Online.

          „Ich habe die Entscheidung getroffen und wir werden darüber auch nicht diskutieren“, sagt Real-Trainer Zinédine Zidane. „Ich verstehe das mit dem pasillo nicht. Wir werden ihn nicht machen.“ Zudem habe schließlich schon Barcelona mit der Tradition gebrochen. Zidane spielt darauf an, dass die Katalanen nicht parat standen, als Real im Dezember 2017 den Weltpokal holte. Die kühle Antwort aus Barcelona: „Wir machen das nur bei Wettbewerben, an denen wir auch teilnehmen.“ Und Kapitän Gerard Pique legte spöttisch nach: „Ich werde deswegen nicht schlafen können.“

          Wenn Real Madrid aber weiter Punkte liegenlässt wie am Wochenende, wird Barça die Meisterschaft früher feiern dürfen, als den „Königlichen“ lieb ist – mit oder ohne Spalier. Real ging im Stadtderby gegen Atlético durch das 650. Karrieretor von Cristiano Ronaldo in Führung. Der Star traf volley zwar nicht so sehenswert wie bei seinem Fallrückzieher in der Champions League, aber auch sehenswert. Antoine Griezmann aber glich bald darauf aus. So bleibt Atlético elf Punkte hinter dem FC Barcelona, Real Madrid als Vierter gar 15 Punkte. Spannend ist nur noch, was beim Clásico passieren wird.

          Barcelona erledigte seine Pflichtaufgabe gegen Leganes ohne Mühe. Überragend abermals Lionel Messi, der beim 3:1-Heimsieg über den Außenseiter alle Tore erzielte. Die Katalanen blieben damit im 38. Spiel in Serie ungeschlagen und stellen den Rekord von San Sebastian von 1979/80 ein.

          Der Gegner des FC Bayern im Viertelfinale der Champions League verpatzte seine Generalprobe vor dem Rückspiel in München bemerkenswert. Bei Celta Vigo brachte ein Eigentor von Guilherme Arana Sevilla in Rückstand. Danach gelang Iago Aspas ein Hattrick zur 0:4-Abreibung der Andalusier.

          Für den roten Teil von Manchester bahnte sich in der englischen Premier League ein Albtraum an. Im Stadtderby konnte City gegen United die Meisterschaft einfahren. Und die Blauen führten schon 2:0. Alles klar? Nein! United drehte das Spiel noch durch einen überragenden Paul Pogba zum 3:2-Sieg.

          Der Champions-League-Gegner von City musste schon ein paar Stunden zuvor spielen, was Trainer Jürgen Klopp auf die Palme brachte. Und tatsächlich wirkten die „Reds“ nichts ganz frisch bei ihrem Stadtderby. Gegen den FC Everton reichte es nur zu einem torlosen Unentschieden für Liverpool.

          Es geht doch noch. Im Saisonendspurt kommt der FC Arsenal in Schwung und holte den sechsten Sieg in Serie beim 3:2 über den FC Southampton. Pierre-Emerick Aubameyang traf, Danny Welbeck war doppelt erfolgreich. Kurios wurde es in der turbulenten Nachspielzeit mit gleich zwei Roten Karten.

          Meister und Pokalsieger Juventus Turin ist in der italienischen Serie A auf dem Weg zum nächsten Titel. Beim abgeschlagenen Tabellenletzten Benevento Calcio hatte die „Alte Dame“ aber mehr Mühe als erwartet. Zweimal glicht der Außenseiter aus, am Ende überragte Paulo Dybala mit drei Toren.

          Verfolger SSC Neapel wahrte die Meisterchance durch einen 2:1-Sieg über Chievo Verona. Dries Mertens verschoss einen Elfmeter. Eine Viertelstunde vor Schluss geriet Napoli gar in Rückstand, drehte die Partie aber noch durch zwei späte Tore in der 89. Minute und in der Nachspielzeit.

          Ganz so weit brachte es Paris St. Germain in der französischen Ligue 1 nicht mehr. Der Spitzenreiter lag lange zurück und hatte Glück, dass AS St. Etienne gar einen Elfmeter verschoss. Dann geriet PSG auch noch in Unterzahl. In der Nachspielzeit verhalt ein kurioses Eigentor aber doch noch zum 1:1.

          Verfolger AS Monaco nutzte den seltenen Patzer des Souveräns, um den Abstand um zwei Punkte zu verkürzen. Es ist aber bei nun immer noch 14 Zählern Vorsprung nur eine Frage der Zeit, bis Paris wieder Meister ist. Monaco gewann sein Heimspiel gegen Nantes nach Rückstand noch mit 2:1.

          Olympique Marseille brachte sich für das Viertelfinal-Rückspiel in der Europa League gegen Leipzig nicht gerade in Bestform. Das Team von Trainer Rudi Garcia kam gegen Montpellier HSC im eigenen Stadion nicht überein torloses Remis hinaus. Das würde gegen den Bundesligaklub nicht reichen.

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