https://www.faz.net/-gtl-9w8dp

1. FC Kaiserslautern : Der FCK und die Schlacht um die Pacht

  • -Aktualisiert am

Der 1. FC Kaiserslautern befindet sich in der dritten Liga – und im Existenzkampf. Bild: Picture-Alliance

Seit 2003 sind zugunsten des Profifußballs in Kaiserslautern 170 Millionen Euro öffentlicher Mittel geflossen – begleitet von aufreibenden politischen Debatten. Nun gibt es ein neues Kapitel. Und wieder wird kräftig gestritten.

          3 Min.

          Als sie vor zweieinhalb Wochen im Stadtrat vorstellig wurden, ließen es sich die Bosse des 1. FC Kaiserslautern nicht nehmen, die große Bedeutung des Vereins für die Stadt zu beschwören. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier habe anlässlich des 100. Geburtstags der Klubikone die Schirmherrschaft für die diesjährige Fritz-Walter-Gala übernommen, sagten sie. Der Glanz der Historie des viermaligen deutschen Fußballmeisters kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich der finanziell strauchelnde Drittligaklub aktuell im Existenzkampf befindet.

          Außerdem wird zunehmend um die Pacht für das städtische Fritz-Walter-Stadion gerungen. Der Streit hat die Landespolitik erreicht. Die Klubführung schreckt nicht davor zurück, Oberbürgermeister Klaus Weichel öffentlich zu schmähen. Zankapfel des Streits ist Weichels Vorstoß, für ein Entgegenkommen der Stadt in Sachen Pachthöhe eine Kompensation vom Verein zu fordern. Dies könne als „Sicherheitsrücklage“ in Form von Aktien der Kapitalgesellschaft geschehen, in die der FCK seinen Profibetrieb ausgegliedert hat und mit deren Verkauf er neues Eigenkapital gewinnen möchte. Damit wäre Kaiserslautern die erste Stadt, die auf diese Weise in den Besitz von Fußballaktien gerät.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen.

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          F.A.Z. PLUS:

            Sonntagszeitung plus

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Die Intensivstation der Universitätsklinik Frankfurt mit Coronapatienten im April 2020

          Anhaltend hohe Todeszahlen : Wer jetzt noch an Corona stirbt

          Noch verzeichnet Deutschland jede Woche mehr als tausend Covid-Todesfälle. Viele sterben weder im Altenheim noch auf der Intensivstation. Doch wo dann? Die Suche nach der Antwort ist kompliziert.
          Scheut keine Kontroverse: Boris Palmer

          Die Äußerungen Boris Palmers : Das macht man nicht

          Zuspitzen ohne zu verletzen will gelernt sein. Das hätte auch Boris Palmer berücksichtigen müssen, meint die Tübinger Sozialbürgermeisterin Daniela Harsch. Eine alte Weisheit lautet: Bestimmte Dinge tut man nicht. Ein Gastbeitrag.
          Amazon-Mitarbeiter demonstrieren vor der Zentrale des Unternehmens in Seattle, Washington.

          Krisenbewältigung : Die Jünger des Verzichts und ihre falschen Träume

          Menschen glauben, mit Verhaltensänderungen den Unterschied machen zu können. Doch die Vergangenheit zeigt etwas anderes: Die großen Krisen unserer Zeit haben wir mit Innovationen bewältigt.