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Ehemaliger Bayern-Profi : Staatsanwaltschaft will fünf Jahre Haft für Xabi Alonso

  • Aktualisiert am

Soll Steuern hinterzogen haben: der ehemalige Bayern-Profi Xabi Alonso (links). Bild: AFP

Wegen Steuerbetrugs fordert die spanische Staatsanwaltschaft eine mehrjährige Haftstrafe für den ehemaligen Bayern-Profi Xabi Alonso. Er wäre nicht der erste Fußballer, der in einen Konflikt mit den Steuerbehörden gerät.

          Dem früheren FC-Bayern-Star Xabi Alonso droht eine mehrjährige Haftstrafe. Die spanische Staatsanwaltschaft fordert im Zuge der Ermittlungen wegen Steuerbetrugs fünf Jahre Gefängnis für den 36-Jährigen – sowie zusätzlich eine Geldstrafe in Höhe von vier Millionen Euro, wie am Mittwoch aus einer offiziellen Justizmitteilung hervorging. Der spanische Welt- und Europameister, der im vergangenen Jahr seine Karriere beendet hatte, soll in den Jahren 2010 bis 2012 mehr als zwei Millionen Euro Steuern hinterzogen haben. Alonso stand von 2009 bis 2014 bei Real Madrid unter Vertrag. Anschließend wechselte er nach München.

          Bei den Vorwürfen geht es um Einkünfte aus dem Verkauf von Bildrechten, die über eine Briefkastenfirma auf der Insel Madeira am Fiskus vorbeigeschleust worden sein sollen. Auch gegen Alonsos Steuerberater wird ermittelt. Die Staatsanwaltschaft fordert für ihn das gleiche Strafmaß.

          Alonso wäre nicht der erste Spieler, der Probleme mit den Steuerbehörden bekommt. Barcelona-Star Lionel Messi etwa musste sich einst wegen Steuerhinterziehung vor Gericht verantworten und erst kürzlich wurde bekannt, dass sein Klub angeblich Steuerschulden für ihn beglichen habe. Und der brasilianische Nationalspieler Neymar, der aktuell bei Paris St. Germain unter Vertrag steht, stimmte vor etwa einem Jahr in einem Rechtsstreit einer Zahlungsaufforderung zu – auch wenn er immer wieder beteuerte, er habe sich nichts zu Schulden kommen lassen – und überwies mehr als 2 Millionen Euro an den Fiskus.

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