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Neapel wie zu Maradonas Zeiten : „Mamma miaaaaa!!!“

  • -Aktualisiert am

Als wären sie schon Meister: der SSC könnte Juve noch überholen. Bild: AFP

Neapel steht Kopf. Nach dem Sieg bei Juventus hofft der SSC auf den ersten Titel seit Maradonas Zeiten. Was passiert wohl am Vesuv, wenn der Traum wahr würde?

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          Nach den Szenen von Sonntagnacht kann man erahnen, was nach dem letzten Spieltag los sein könnte am Vesuv. Die Mannschaft des SSC Neapel hatte erstmals seit neun Jahren ein Auswärtsspiel gegen Juventus Turin gewonnen. Die Freudentränen der Napoli-Anhänger nach dem 1:0-Sieg in Turin waren kaum getrocknet, da versammelten sich schon bis zu 20.000 Anhänger am Flughafen Capodichino, um die Sieger in Empfang zu nehmen. So viele Menschen kommen nicht einmal zu allen Serie-A-Spielen.

          Feuerwerkskörper erhellten den Himmel über dem Vesuv, die Kirchenglocken einiger Gotteshäuser der Stadt erklangen. Es gab Tifosi, die die Häuschen der Staatspolizei zur besseren Sicht auf die Sieger erklommen. Den enthusiastischen Beamten war das mehr als recht. Niemand regte sich auf, dass im Motorrad- und Scooterkorso, der den Mannschaftsbus hupend zum Trainingsgelände begleitete, kein einziger Helm getragen wurde. Neapel befindet sich seit Sonntagabend im Ausnahmezustand, der in der süditalienischen Stadt ja eigentlich Alltag ist.

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