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Gewalt im Amateurfußball : Spielabbruch nach Attacke gegen Linienrichter

  • Aktualisiert am

Rote Karte gegen Gewalt: Der Amateurfußball kommt derzeit nicht zur Ruhe. Bild: dpa

Der nächste Vorfall gegen einen Unparteiischen, der für Aufsehen sorgt: In Rheinland-Pfalz wurde eine Verbandspokal-Begegnung abgebrochen, nachdem der Linienrichter von einem Spieler geschlagen wurde.

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          Abermals ist ein Unparteiischer bei einem Fußballspiel angegriffen worden. Bei der Verbandspokalpartie des Südwestdeutschen Fußballverbandes (SWFV) zwischen TuS Rüssingen und Alemannia Waldalgesheim in Rheinland-Pfalz schlug ein Spieler der Heimmannschaft am Mittwochabend dem Linienrichter Jens Schmidt ins Gesicht. Daraufhin brach Schiedsrichter Patrick Simon das Spiel nach 38 Minuten ab.

          Beim Stand von 1:0 für Rüssingen hatte der TuS, der nach einer Gelb-Roten Karte bereits in Unterzahl spielte, einen zweiten Platzverweis kassiert. Daraufhin kam es zur Rudelbildung. Auf einem Video der Szene, die der Südwestrundfunk (SWR) bei Twitter veröffentlichte, ist zu sehen, wie der Assistent durch den Schlag des Rüssingers zu Boden geht. Der Unparteiische kam immerhin wieder auf die Beine und konnte den Platz ohne Hilfe verlassen.

          Waldalgesheims Trainer Aydin Ay forderte, der Verband müsse seiner Mannschaft am Grünen Tisch den Sieg und damit den Finaleinzug zusprechen. „Wir sind der sportlichen Möglichkeit beraubt worden, ins Finale einzuziehen“, sagte Ay. Er verwies darauf, dass sein Team noch etwa 60 Minuten Zeit gehabt habe, um das Spiel gegen acht Gegner zu drehen.

          „Ich will zunächst den Schiedsrichter-Bericht abwarten“, sagte SWFV-Präsident Hans-Dieter Drewitz dem Sport-Informations-Dienst (sid): „Die Täter sind durch die Platzverweise ohnehin erst einmal auf Eis gelegt. Das Ganze wird dann seinen Weg vor die Spruchkammer nehmen. Der Kammer möchte ich nicht vorgreifen, aber mit Blick auf die Spielwertung braucht man nicht viel Phantasie.“

          In einer offiziellen Erklärung verurteilte der SWFV am Donnerstag „diesen Vorfall auf das Schärfste“. Der Verband kündigte an, „alle ihm zur Verfügung stehenden sportrechtlichen Mittel zu ergreifen“. Zudem gab der SWFV an, „unmittelbar nach Abbruch des Spiels“ Kontakt mit dem betroffenen Schiedsrichterteam aufgenommen zu haben.

          Verbale und körperliche Übergriffe gegen Unparteiische hatten zuletzt den Amateurfußball bewegt. In Berlin gab es einen Schiedsrichter- Streik, zudem sorgte der Fall eines bewusstlos geschlagenen Referees in Südhessen bundesweit für Schlagzeilen.

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