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Streik im Fußball der Frauen : Spaniens Spielerinnen sagen „Basta“

  • Aktualisiert am

Da strahlten die Spanierinnen noch: Das Team bei der WM in Frankreich. Bild: AFP

In Spanien streiken die Spielerinnen des im Frauenfußball aufstrebenden Landes. Sie wollen besser bezahlt werden. Der Spieltag am Wochenende fällt aus.

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          Im Kampf um ein Mindestgehalt und einen Tarifvertrag sind die Fußballerinnen der ersten spanischen Liga am Samstag in einen unbefristeten Streik getreten. Am Samstagmittag wurde das erste Spiel zwischen Espanyol Barcelona und Granadilla abgesagt. Die Spielergewerkschaft AFE, die Männer und Frauen vertritt, sprach auf Twitter von einem „ersten und historischen Streik“. „Heute sagen wir Spielerinnen basta!“, sagte Nationaltorhüterin Mariasun Quiñones von Real Sociedad San Sebastián in einem Video der AFE. Jade Boho vom EDF Logroño betonte, man kämpfe auch für die künftigen Generationen von Fußballerinnen.

          Am ersten Tag des Ausstandes erhielten die Spielerinnen auf den sozialen Netzwerken auch von Männern viel Unterstützung und Solidaritätsbekundungen. Die großen Stars der Primera División hüllten sich vorerst allerdings mehrheitlich in Schweigen. Nicht so der französische Weltmeister Antoine Griezmann. „Die Kameradinnen des Frauen-Fußballs, die für ihre Rechte im Streik sind, haben meine ganze Unterstützung. Viel Glück!“, schrieb auf Twitter der 28 Jahre alte Stürmer von Meister FC Barcelona.

          Die vorerst letzte Gesprächsrunde unter Vermittlung des Arbeitsministeriums war am Donnerstag trotz einer Annäherung erfolglos zu Ende gegangen. Die Frauen verlangen unter anderem ein Mindestgehalt von 16.000 Euro pro Jahr. Die Clubvereinigung des Frauenfußballs (ACFF) weist diese Forderung mit der Begründung zurück, ein solches Mindestgehalt würde die kleineren Vereine vor Problemen stellen. In einer wichtigen Frage hatte es allerdings ein Abkommen gegeben. Während die Spielerinnen lange Zeit auf Ganztagesverträge bestanden und die ACFF nur Halbtagesverträge angeboten hatte, einigte man sich vorige Woche auf 75-Prozent-Jobs.

          Die Verhandlungen laufen seit mehr als 13 Monaten. Von der Arbeitsniederlegung sind nur die Liga-Begegnungen und nicht Länderspiele oder internationale Duelle betroffen.

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