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Ärger in Spanien : Fußballprofis brechen Corona-Regeln und feiern Gartenparty

  • Aktualisiert am

Die Frau von Ever Banega postete ein Foto der Gartenparty in Corona-Zeiten. Bild: Picture-Alliance

Spanien ist schlimm getroffen in der Corona-Krise. Versammlungen von mehr als zehn Menschen sind derzeit verboten. Dennoch feiern einige Fußballprofis eine Party. Publik wird das durch die Frau eines Spielers.

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          Vier Spieler des spanischen Fußball-Erstligavereins FC Sevilla haben gegen die Verordnungen zur Eindämmung des Coronavirus verstoßen und um Entschuldigung gebeten. Der frühere Gladbacher Luuk de Jong, Ever Banega, Lucas Ocampos und Franco Vazquez feierten zusammen mit insgesamt zwölf weiteren Personen eine Gartenparty. In Spanien sind aktuell jedoch Versammlungen von mehr als zehn Personen verboten. Ein Bild von der Party veröffentlichte Banegas Frau auf Instagram.

          „Ich möchte mich für das entschuldigen, was gestern passiert ist“, erklärte Banega am Sonntagabend auf Instagram. Es sei ein Treffen von Teamkollegen und Familie gewesen, und man habe nicht gewusst, dass man im Unrecht sei, schrieb er. „Ich möchte mich bei unserem Verein, unseren Fans und der Gesellschaft im Allgemeinen entschuldigen. Es wird nicht wieder vorkommen.“ Spanien ist eines der Länder, das am schlimmsten von der Corona-Krise betroffen ist mit mehr als 230.000 Infektionsfällen und rund 28.000 Toten.

          Die spanische Regierung hatte am Samstag der Wiederaufnahme des Spielbetriebs ab dem 8. Juni zugestimmt. Die Erlaubnis gilt für die Primera División und auch für die Zweite Liga. Die Fußball-Saison soll nun vom 11. Juni an vor leeren Rängen fortgeführt werden. Das erklärte Ligapräsident Javier Tebas in einem Fernsehinterview am Sonntagabend mit Movistar Plus. Laut Tebas solle der Restart mit dem Derby zwischen Real Betis Sevilla und dem FC Sevilla erfolgen. „Ein Spiel für ganz Spanien“, sagte er. Wenn dies nicht möglich ist, könne es „am 12., 13. oder sogar 14.“ weitergehen, erklärte der spanische Ligaboss.

          Tebas kündigte an, dass es in den kommenden Tagen eine offizielle Ankündigung über den Restart der seit Mitte März wegen der Corona-Pandemie unterbrochenen Meisterschaft geben wird. Der 11. Juni ist das bevorzugte Datum für die erste Partie. „Es wäre unsere Hoffnung, an diesem Tag ein einziges Ligaspiel zu haben – fast als Hommage an das, was geschehen ist“, sagte Tebas. Die Teams dürfen seit vergangener Woche wieder in Zehnergruppen trainieren. Elf Spieltage vor dem Saisonende liegt der FC Barcelona zwei Punkte vor dem Erzrivalen Real Madrid an der Tabellenspitze.

          Für Jürgen Klopp und den FC Liverpool ist derweil der nächste Schritt auf dem Weg zum lang ersehnten Meistertitel geebnet. Die englische Regierung leitete am Sonntagabend Phase zwei des Plans zur Wiederaufnahme des Betriebs im Profisport ein und erlaubte im Zuge dessen den Fußball-Erstligavereine die Rückkehr ins Mannschaftstraining. Die Teams der Premier League können somit von Montag an wieder wettkampforientiert und ohne die Einhaltung von Sicherheitsabständen mit dem gesamten Kader gemeinsam trainieren.

          Die Vereine müssen hierbei allerdings strikte Hygienevorkehrungen treffen, zudem werden sämtliche Spieler weiterhin regelmäßig getestet. „Diese neuen Richtlinien markieren die letzte Phase einer sorgfältig abgestuften Rückkehr zum Training für Spitzensportler, um das Verletzungsrisiko zu begrenzen und die Gesundheit und Sicherheit aller Beteiligten zu schützen“, sagte der britische Sportminister Nigel Huddleston.

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          Zu Beginn der vergangenen Woche waren die Mannschaften in Phase eins des Regierungsplans mit kontaktlosem Kleingruppentraining auf den Rasen zurückgekehrt. In einer letzten Phase des Drei-Stufen-Plans soll schließlich ohne Zuschauer der Spielbetrieb wieder anlaufen. Im Fußball-Mutterland hoffen die Klubs auf einen Restart am 12. Juni, sofern die Behörden hierfür die Genehmigung erteilen. Klopp führt mit den Reds die Tabelle mit 25 Zählern Vorsprung an, der Champions-League-Sieger benötigt noch maximal sechs Punkte zur ersten Meisterschaft seit 30 Jahren.

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