https://www.faz.net/-gtl-98ke6

Fußball-Länderspiele : Spanien düpiert Argentinien

  • Aktualisiert am

Die spanische Nationalmannschaft hat mit Argentinien keine Probleme. Bild: AP

Vier Tage nach dem 1:1 gegen Weltmeister Deutschland präsentiert sich Spanien gegen Argentinien in herausragender Form. Russland verliert. Und die deutschen Vorrunden-Gegner passen sich dem Gruppenfavoriten geschlossen an mit Niederlagen.

          2 Min.

          Mitfavorit Spanien hat knapp drei Monate vor Beginn der Fußball-WM abermals seine starke Form unter Beweis gestellt. Der Weltmeister von 2010 setzte sich am Dienstag in Madrid deutlich mit 6:1 (2:1) gegen Argentinien durch. Einen Testspiel-Sieg gab es auch für Frankreich, das Russland mit 3:1 (1:0) bezwang. England kam nur zu einem 1:1 (1:0) gegen das nicht qualifizierte Italien. Die deutschen Gruppengegner Schweden und Südkorea kassierten Niederlagen.

          Vier Tage nach dem 1:1 gegen Deutschland feierte Spanien einen deutlichen 6:1 (2:1)-Sieg gegen Argentinien. Stürmer Diego Costa (12. Minute), Isco (27./52./74.), Bayern-Profi Thiago (55.) und Iago Aspas (73.) erzielten die Tore für die Iberer. Den vor allem defensiv komplett enttäuschenden Südamerikanern gelang ohne Superstar Lionel Messi durch Nicolas Otamendi nur das zwischenzeitliche 1:2 (39.).

          England musste in London gegen die Azzurri spät das 1:1 hinnehmen. Nach dem 1:0 durch Jamie Vardy (26.) hatten die Three Lions lange geführt, ehe Lorenzo Insigne kurz vor Schluss per Foulelfmeter traf. Vier Tage nach dem 1:0 gegen die ebenfalls nicht qualifizierten Niederlande verpasste England damit den nächsten Testspiel-Erfolg.

          Deutsche Gegner verlieren

          Die deutschen Gruppengegner passten sich dem Favoriten der WM-Gruppe F an und verloren allesamt: der deutsche WM-Auftaktgegner Mexiko hat in einem WM-Testspiel eine Niederlage hinnehmen müssen. Die Mexikaner verloren am Dienstag (Ortszeit) in Arlington 0:1 (0:0) gegen Kroatien. Der frühere Bundesligaprofi Ivan Rakitic vom FC Barcelona erzielte in der 61. Minute per Foulelfmeter das Siegtor. Die zuletzt 3:0 gegen Island siegreichen Mexikaner verloren bei der Partie im amerikanischen Bundesstaat Texas zudem Abwehrspieler Nestor Araujo, der schon nach einer Viertelstunde mit einer Knieverletzung ins Krankenhaus gebracht wurde. Die Kroaten waren ohne sechs Stammspieler angetreten, unter ihnen die früheren Bundesligaprofis Mario Mandzukic und Ivan Perisic, die wie ein weiteres, ebenfalls leicht angeschlagenes Trio geschont wurden. Luka Modric war nach dem 0:2 in Peru vorzeitig zu Real Madrid zurückgekehrt.

          Schweden musste sich drei Tage nach dem 1:2 gegen Chile durch einen Treffer von Dorin Rotariu (57.) mit 0:1 gegen Rumänien geschlagen geben. Die Skandinavier sind am 23. Juni in Sotschi der zweite WM-Vorrundengegner Deutschlands.

          Südkorea – dritter deutscher Gegner – verlor gegen Polen mit 2:3 (0:2). Bayern-Torjäger Robert Lewandowski und Kamil Grosicki brachten Polen in der ersten Halbzeit in Führung. Lee Chang-Min und Hwang Hee-Chan konnten mit späten Toren ausgleichen – doch dann traf Piotr Zielinski in der Nachspielzeit.

          Russland verlor mit den früheren Bundesliga-Profis Roman Neustädter und Konstantin Rausch auch den zweiten WM-Härtetest. Vier Tage nach dem 0:3 gegen Brasilien musste sich die Sbornaja am Dienstag Vize-Europameister Frankreich mit 1:3 (0:1) geschlagen geben. Kylian Mbappé (40./83.) und Paul Pogba (49.) erzielten die Tore für Frankreich, das seinen ersten WM-Test 2:3 gegen Kolumbien verloren hatte. Fedor Smolow gelang nur der Anschlusstreffer (68.).

          Die Schweiz besiegte Panama mit 6:0 (4:0), die Bundesliga-Profis Breel Embolo vom FC Schalke und Steven Zuber von der TSG 1899 Hoffenheim steuerten jeweils einen Treffer bei. Belgien siegte dank eines Doppelpacks von Manchester Uniteds Stürmer Romelu Lukaku sowie Toren von BVB-Stürmer Michy Batshuay und Kevin De Bruyne mit 4:0 (2:0) gegen Saudi-Arabien. Japan dagegen blieb im zweiten WM-Test sieglos. Nach dem dürftigen 1:1 gegen Mali kassierten die Asiaten in Lüttich eine 1:2 (1:1)-Niederlage gegen die Ukraine.

          Der deutsche Trainer Michael Skibbe feierte mit seinen nicht für die WM qualifizierten Griechen einen 1:0-Erfolg gegen Ägypten. Tunesien bezwang Costa Rica im Duell zweier WM-Teilnehmer mit 1:0 (1:0), Serbien siegte gegen Nigeria mit 2:0 (0:0). Dänemark und Chile trennten sich in WM-Testspielen ebenso 0:0 wie Australien und Kolumbien sowie Senegal und Bosnien-Herzegowina.

          Weitere Themen

          Gigantische Olympische Ringe Video-Seite öffnen

          Sommerspiele in Japan : Gigantische Olympische Ringe

          Die Installation ist 32,6 Meter breit und 15,3 Meter hoch. Sie soll in der Bucht von Tokio vor Anker gehen, in der Schwimm- und Triathlonwettbewerbe stattfinden. Die Olympischen Sommerspiele beginnen am 24. Juli.

          Topmeldungen

          Die Weichen werden gerade neu gestellt, es geht raus aus der Kohleförderung.

          „Soziale Wendepunkte“ : Wenn der Klimaschutz ansteckend wird

          Irgendwann kippt das gesellschaftliche Klima, dann kann es doch noch klappen mit dem Stopp der Erderwärmung. Eine Illusion? Forscher haben sechs „soziale Wendepunkte“ ausgemacht, die allesamt bereits aktiviert sind – und ein Umsteuern einläuten könnten.
          Niederlage für Boris Johnson: Das House of Lords votiert für eine Anpassung seines Brexit-Gesetzes zum Bleiberecht für EU-Ausländer in Großbritannien.

          Anpassung des Brexit-Gesetzes : Johnson erleidet Schlappe im Oberhaus

          Das House of Lords will die rund 3,6 Millionen europäischen Ausländer in Großbritannien stärker schützen – und erteilt den Brexit-Plänen des Premiers in diesem Punkt eine Absage. Nun entscheidet das Unterhaus. Droht ein Ping-Pong-Prozess?

          F.A.Z. Podcast für Deutschland : Die neue deutsche Rolle im Libyen-Konflikt

          Kann es wirklich Frieden geben in Libyen? Der politische Herausgeber Berthold Kohler und Nahost-Korrespondent Christoph Ehrhardt sprechen darüber mit Moderator Andreas Krobok. Außerdem: Wikipedia-Gründer Jimmy Wales über Fakenews und Sportwissenschaftler Professor Daniel Memmert über immer jüngere Fußballstars.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.