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Befangenheitsantrag abgelehnt : Niederlage für Fifa und Infantino

Muss sich Ermittlungen gefallen lassen: Fifa-Präsident Infantino. Bild: EPA

Die Fifa wollte Sonderermittler Keller für befangen erklären lassen. Die Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts lehnt dies ab. Keller selbst regt weitere Ermittlungen gegen Infantino an.

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          Der Internationale Fußball-Verband Fifa hat vor dem Bundesstrafgericht der Schweiz eine Niederlage erlitten. Eine Beschwerde des Weltverbandes vor dem Hintergrund des Ermittlungsverfahrens wegen der nicht protokollierten Treffen von Fifa-Präsident Gianni Infantino mit dem früheren Schweizer Bundesanwalt Michael Lauber und Staatsanwalt Rinaldo Arnold wies die Beschwerdekammer des Gerichts in Bellinzona ab.

          Die Fifa hatte sich gegen die Entscheidung des Sonderermittlers Stefan Keller gewandt, den Verband nicht als Verfahrensbeteiligten zuzulassen, und begehrt, Keller für befangen zu erklären. Die Kammer hält in dem auf der Website des Gerichts veröffentlichten Beschluss vom 17. Dezember 2020 fest, dass hinsichtlich der Eröffnung des Verfahrens gegen Infantino und Arnold am 30. Juli 2020 von „einer Kompetenzüberschreitung Kellers (...) keine Rede sein“ könne.

          Am 10. Dezember 2020 hatte Keller zudem mitgeteilt, auch hinsichtlich der Benutzung eines Privatflugzeugs durch Infantino im Jahr 2017 für die Reise von Surinam in die Schweiz gebe es „deutliche Anzeichen für ein strafbares Verhalten des Fifa-Präsidenten“, und weitere Ermittlungen durch die Bundesanwaltschaft angeregt, da er für den Sachverhalt nicht zuständig sei. Die Fifa hatte Kellers Befund „böswillig“ und „diffamierend“ genannt, sie grenzten an „Rufmord“.

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