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Madrid entlässt Solari : Zidane wieder Trainer von Real Madrid

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Zinedine Zidane übernimmt wieder das Traineramt bei Real Madrid. Bild: AFP

Trainerwechsel bei den Königlichen: Nach dem Aus in der Champions League entlässt Real Madrid seinen Trainer Santiago Solari. Das Ruder übernimmt ein alter Bekannter.

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          Das Sensations-Comeback von Zinedine Zidane als Trainer des spanischen Fußball-Rekordmeisters Real Madrid ist perfekt. Am Montagabend gaben die Königlichen die erwartete Trennung vom bisherigen Chefcoach Santiago Solari bekannt. Dafür übernimmt wieder der 46 Jahre alte Zidane, der Weltmeister von 1998 und einstige Regisseur der Madrilenen, das Kommando. Zidane erhält einen Vertrag bis 30. Juni 2022. Bereits am Dienstag soll der Franzose das Training der „Königlichen“ leiten.

          „Es ist eine große Verantwortung. Es ist großartig, wieder zurück zu sein. Ich liebe den Fußball und habe nicht vergessen, was wir zusammen gewonnen haben“, sagte Zidane bei seiner Vorstellung am Montagabend: „Ich bin glücklich, wieder zu Hause zu sein. Ich will daran arbeiten, den Klub wieder dahin zu führen, wo er hingehört.“

          Unter dem Franzosen hatte Real 2016, 2017 und 2018 dreimal in Folge die Champions League gewonnen. Nach dem dritten Titel war Zidane zurückgetreten und hatte seinen Abschied damit begründet, dass die Mannschaft einen neuen Impuls brauche. Ohne Zidane und nach dem Verkauf von Superstar Cristiano Ronaldo zu Juventus Turin erlebte Real allerdings in dieser Saison einen herben sportlichen Einbruch.

          Die dritte Zidane-Ära bei Real beginnt

          Nach Zidane folgte bei den Königlichen ein erfolgloses Intermezzo mit Julen Lopetegui, den Real unmittelbar vor Beginn der WM 2018 in Russland der spanischen Nationalmannschaft abgeworben hatte. Am 30. Oktober übernahm Solari, der das Aus im Champions-League-Achtelfinale gegen Ajax Amsterdam (2:1/1:4) und einen 12-Punkte-Rückstand in der Liga-Tabelle auf den FC Barcelona verantwortet.

          Bereits 2016 hatte Real Zidane als Krisenmanager zum Cheftrainer befördert. Damals löste „Zizou“ den erfolglosen Rafa Benítez ab. Zuvor hatte er den Trainingsbetrieb der zweiten Mannschaft betreut – ebenso wie sein jetziger Vorgänger Solari.

          Neben Zidane waren auch andere Trainergrößen wie der derzeit arbeitslose frühere Real-Coach José Mourinho, Tottenhams Mauricio Pochettino und Massimiliano Allegri von Juventus im Gespräch gewesen. Als Kandidaten waren auch zwei Deutsche gehandelt worden: Jürgen Klopp vom FC Liverpool und Nationaltrainer Joachim Löw.

          Zidane wird Real von der Ronaldo-Fixierung befreien müssen. Denn phasenweise spielt der spanische Rekordmeister immer noch, als stünde da vorne die Allzweckwaffe und müsse nur geladen werden. Diese Zeiten sind vorbei. Die dritte Ära Zidane beginnt.

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