https://www.faz.net/-gtl-a4dj8

Skandale englischer Spieler : Immer wieder Ärger mit den Jungprofis

  • -Aktualisiert am

Party in Zeiten der Pandemie: Eine Feier blieb für Sancho (links) und Abraham nicht ohne Folgen. Bild: Picture-Alliance

Die jungen Spieler machen Gareth Southgate in letzter Zeit das Leben schwer. Jetzt hat Englands Trainer der Nationalmannschaft ins Gewissen geredet und einiges klargestellt.

          3 Min.

          Englands Fußball-Nationaltrainer Gareth Southgate tritt in der Öffentlichkeit betont seriös auf. Der Bart ist akkurat getrimmt, bei Spielen trägt er Anzug und Krawatte. Während der Weltmeisterschaft 2018, bei der England ins Halbfinale vordrang, wurden Replikas seiner Anzugweste zum Verkaufshit: Das Unternehmen Marks & Spencer, das die Nationalmannschaft mit Anzügen ausstattet, bezifferte den „Gareth-Southgate-Effekt“ auf 35 Prozent. Doch manche empfinden diesen Stil zusammen mit seiner etwas biederen Art als oberlehrerhaft. Der Eindruck dürfte sich mit den Spielen gegen Wales am vergangenen Donnerstag sowie gegen Belgien am Sonntag und gegen Dänemark an diesem Mittwoch verfestigen. Denn Southgate hat die Zusammenkunft seiner Auswahl auch genutzt, um ihr eine Lektion über das Betragen von Nationalspielern zu erteilen.

          Anlass waren gleich mehrere Vorfälle. Der jüngste ereignete sich am Wochenende vor den Länderspielen: Jadon Sancho von Borussia Dortmund und die Chelsea-Profis Ben Chilwell und Tammy Abraham trafen sich in Abrahams Haus, um dessen 23. Geburtstag zu feiern. Zu der Party kamen mehr als sechs Gäste, wodurch die Feiernden gegen die in England geltenden Corona-Vorschriften verstießen. Die Spieler baten um Entschuldigung, durften als Vorsichtsmaßnahme jedoch erst verspätet zur Nationalmannschaft anreisen, weshalb sie beim Testspiel gegen Wales nicht zum Kader gehörten. Gegen Belgien war nur Sancho wieder Teil des Aufgebots. Gar nicht erst in den Kader berufen hat Southgate Phil Foden von Manchester City und Mason Greenwood von Manchester United.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Wohnträume wie dieser haben zwar nichts mit der Realität des Durchschnittsbürgers zu tun, werden aber in Magazinen gern inszeniert.

          Wie Corona das Wohnen ändert : Zeiten der Abschottung

          Ob man sich vor Corona schützen kann, ist auch eine Platzfrage. Während sich die einen in ihren Domizilen verschanzen, fällt den anderen die Decke auf den Kopf. Wir müssen Wohnen neu denken.