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Premier League : Guardiolas Siegesserie endet gegen Kellerkind

  • Aktualisiert am

Das schmeckt ihm gar nicht: Trainer Pep Guardiola von Manchester City geht mit einem 0:0 aus dem Jahr 2017. Bild: Reuters

Mit dem FC Bayern gelangen dem Trainer 19 Erfolge in Serie. Nun reißt die Serie von Pep Guardiola bei Manchester City nach 18 Erfolgen. Zudem gibt es einen Verletzten – und ein unangenehmes Kuriosum.

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          Die Erfolgsserie von Manchester City in der englischen Premier League ist gerissen. Ausgerechnet das abstiegsbedrohte Crystal Palace bremste den Tabellenführer am Sonntag aus und rang Man City ein 0:0 ab. Palace hätte sogar gewinnen können, aber Luka Milivojevic scheiterte in der 90. Minute mit einem Strafstoß an City-Keeper Ederson. Nach zuvor 18 Siegen am Stück verpasste es City-Coach Pep Guardiola durch das Remis, seinen eigenen Rekord zu egalisieren. Als Trainer des FC Bayern hatte er in der Saison 2013/14 19 Siege in Serie erreicht.

          Kurios: Seit 2013 hat Manchester City zum Abschluss eines Jahres kein Premier-League-Spiel mehr gewonnen. Die Mannschaft mit den deutschen Fußball-Nationalspielern Leroy Sané und Ilkay Gündogan führt die Tabelle mit 59 Punkten aber weiter souverän an. Zum Jahresabschluss haben die Skyblues 14 Zähler Vorsprung auf den Zweiten FC Chelsea. Schwerer als das Remis wiegt für City daher wohl die Verletzung von Stürmer Gabriel Jesus, der sich bei einem Zweikampf das Knie verdrehte und nach 23 Minuten ausgewechselt werden musste. „Er wird für ein oder vielleicht zwei Monate fehlen“, sagte Guardiola.

          Der FC Liverpool beendete schon am Samstag dagegen das Fußballjahr 2017 mit einem Erfolg. Die Mannschaft von Trainer Jürgen Klopp setzte sich zuhause gegen Leicester City mit 2:1 (0:1) durch. Meister FC Chelsea schlug Stoke City klar mit 5:0 (3:0) und überholte Manchester United, das gegen den FC Southampton nicht über ein 0:0 hinauskam.

          Liverpool geriet an der Anfield Road früh in Rückstand. Jamie Vardy traf bereits in der 3. Minute für Leicester. Doch in der zweiten Hälfte gelang Mohamed Salah (52./76.) erst der verdiente Ausgleich und dann das Siegtor für die Reds. Auch Liverpool-Stürmer Sadio Mané traf zweimal ins Tor. Doch der Senegalese hatte beide Male zuvor im Abseits gestanden. „Es ist die maximale Befriedigung, heute so zu gewinnen“, schwärmte Klopp. „Heute war es so ziemlich perfekt.“

          Liverpools Rekordtransfer Virgil van Dijk, der laut britischen Medien mit einer Ablösesumme von umgerechnet rund 84 Millionen Euro der teuerste Verteidiger der Welt ist, sah das Spiel von der Tribüne. Der Vertrag des niederländischen Nationalspielers in Anfield beginnt erst am 1. Januar 2018. Liverpool, das am Neujahrstag beim FC Burnley spielt, geht als Tabellenvierter ins neue Jahr.

          Meister Chelsea stellte an der heimischen Stamford Bridge früh die Weichen auf Sieg. Der deutsche Nationalspieler Antonio Rüdiger (3.) per Kopf, Danny Drinkwater (9.) und Pedro (23.) trafen für die überlegenen Blues. Nach der Halbzeit erhöhte Willian (73.) per Foulelfmeter, bevor Davide Zappacosta (88.) den Endstand markierte. Chelsea zog durch den Sieg an Manchester United vorbei und rückte auf Platz zwei der Tabelle vor.

          Rekordmeister Man United blieb gegen Southampton trotz vieler Chancen torlos und erlebte zudem einen Schockmoment. Romelu Lukaku verletzte sich schon nach acht Minuten bei einem Zusammenprall mit Southamptons Wesley Hoedt am Kopf. Der Stürmer wurde minutenlang behandelt und dann auf einer Trage vom Platz getragen. Der frühere Dortmunder Henrich Mchitarjan enttäuschte in der Startelf und wurde bei seiner Auswechslung von den eigenen Fans mit hämischem Applaus bedacht.

          Huddersfield blieb durch das 0:0 gegen Burnley mit 24 Zählern auf Platz elf der Tabelle. Torwart Jonas Lössl bewies besondere Fairness, als er dem Schiedsrichter nach einem Fall des Burnley-Spielers Jeff Hendrick im Strafraum sagte, er habe Hendrick berührt. Der Referee gab trotzdem keinen Strafstoß. „Wenn es Kontakt gab, haben wir Glück gehabt“, räumte Coach Wagner ein, der „sehr froh über den Punkt“ war.

          Der FC Arsenal hat das Fußballjahr in der englischen Premier League mit einer weiteren Enttäuschung beendet. Beim bis dahin Tabellenletzten West Bromwich Albion kamen die Gunners am Sonntag nach einer hektischen Schlussphase nur zu einem 1:1 (0:0). Allerdings zog Arsenal durch den Punkt zumindest vorübergehend am Lokalrivalen Tottenham Hotspur vorbei. Durch ein Eigentor von West Broms James McClean war Arsenal in der 83. Minute in Führung gegangen. Der Chilene Alexis Sanchez ließ sich für den Treffer feiern. Doch nur kurze Zeit später beging Calum Chambers ein Handspiel im Strafraum. Den umstrittenen Strafstoß für West Brom verwandelte Jay Rodriguez in der 89. Minute.

          Der deutsche Nationalspieler Mesut Özil stand wegen Knieproblemen nicht im Kader. Zwei weitere Arsenal-Profis, der Ex-Schalker Sead Kolasinac und Laurent Koscielny, mussten während der Partie verletzungsbedingt ausgewechselt worden. Für Koscielny kam in der 72. Minute Per Mertesacker ins Spiel. Der FC Arsenal hat in dieser Saison nur elf von 21 Liga-Spielen gewonnen, fünfmal unentschieden gespielt und fünfmal verloren. Die Mannschaft von Trainer Arsène Wenger beendet das Kalenderjahr auf Platz fünf. Die Spurs, die mit einem Punkt weniger auf Platz sechs stehen, haben allerdings ein Spiel weniger absolviert. Arsenals Abstand auf Spitzenreiter Manchester City beträgt 21 Zähler.

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