https://www.faz.net/-gtl-ab2i7

Spieler aus Kabine geholt : Zeitspiel der besonderen Art

  • Aktualisiert am

Uhrenvergleich: Schiedsrichter Ricardo de Burgos Bengoetxea (in gelb) diskutiert die Spielzeit mit den Akteuren des FC Granada. Bild: AFP

Der Videobeweis gestaltete sich in diesem Fall als Uhrenvergleich. Der Schiri hatte eine Partie der spanischen Liga zu früh abgepfiffen. Die Spieler mussten aus der Kabine zurück geholt werden.

          1 Min.

          Das Spiel ist erst zu Ende, wenn der Schiedsrichter pfeift so eine alte Fußballer-Weisheit. In der ersten spanischen Liga hat nun aber der Unparteiische Ricardo De Burgos Bengoetxea die Partie zwischen dem FC Sevilla und dem FC Granada gleich zweimal abgepfiffen und damit am Sonntag für kuriose Szenen gesorgt.

          Beim Stand von 2:1 für Sevilla war eine vierminütige Nachspielzeit signalisiert worden, dann hatte der Referee die Partie aber schon nach drei Minuten beendet. Trotz unmittelbarer Proteste der Gästespieler aus Granada beharrte er zunächst auch auf seiner Zeitmessung. Die Diskussionen gingen weiter und schließlich wurde der Videobeweis konsultiert, der in diesem Fall ein Uhrenvergleich darstellte. Er ergab, dass tatsächlich noch eine weitere Minute gespielt werden musste. Der Referee sah seinen Fehler ein und rief die Akteure wieder auf den Rasen. Dabei musste auch in den Katakomben gesucht werden, denn Sevillas Profis hatten den Platz in der Zwischenzeit schon Richtung der Kabinen im Ramón-Sánchez-Pizjuán-Stadion verlassen und teilweise Schuhe und Trikots ausgezogen.

          Ricardo de Burgos wies die Spieler an, sich wieder anzuziehen, beorderte sie zurück aufs Feld, und setzte die Begegnung noch einmal für die gestohlene Minute fort. Am Ergebnis von 2:1 änderte sich nichts mehr. Heimtrainer Julen Lopetegui nahm den Fauxpas des Schiedsrichters gelassen: „Es gab viel Durcheinander, aber so etwas passiert, wir alle machen Fehler.“

          Weitere Themen

          Das Drama um Christian Eriksen Video-Seite öffnen

          Herzdruckmassage auf dem Platz : Das Drama um Christian Eriksen

          Bei der Begegnung zwischen Dänemark und Finnland war der 29-jährige Christian Eriksen kurz vor Ende der ersten Halbzeit kollabiert. Fans und Spieler zeigten sich fassungslos. Die gute Nachricht: Der Zustand des dänischen Nationalspielers hat sich stabilisiert.

          Topmeldungen

          Teilnehmer einer Kundgebung gegen die Corona-Maßnahmen stehen am 29. August 2020 vor dem Reichstag in Berlin — darunter auch ein Teilnehmer, der die Reichsflagge hochhält.

          Vor Innenministerkonferenz : Deutsche Reichsflagge soll verboten werden

          Die Innenminister wollen mit einem Mustererlass das Zeigen bestimmter ehemaliger deutscher Flaggen untersagen. Rechtsextremisten nutzen etwa die Reichsflagge von 1892 als Ersatzsymbol für die verbotene Hakenkreuzflagge.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.