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Rassismus-Vorwurf im DFB-Pokal : Schalke und die Eskalation mit Vorgeschichte

Im Mittelpunkt: Schalke-Trainer David Wagner (links) und Herthas Jordan Torunarigha Bild: firo Sportphoto

Der Berliner Jordan Torunarigha wird auf Schalke rassistisch beleidigt. Es ist für den Klub nicht so einfach, die Pöbler glaubwürdig zu sanktionieren, nachdem die königsblaue Familie Clemens Tönnies schnell wieder in ihr Herz geschlossen hat.

  • -Aktualisiert am
          3 Min.

          Als die Schalker sich nach 120 aufregenden Pokal-Minuten in den Armen lagen, als die Mannschaft des Trainers David Wagner sich wieder einmal für ihre beeindruckende Widerstandskraft feiern ließ, wusste noch kaum jemand von dem Vorgängen, die später in den Mittelpunkt der Debatten rücken sollten. 3:2 hatte der Revierklub nach einem 0:2-Rückstand und einer spannenden Verlängerung gegen Hertha BSC Berlin gewonnen. Der Wille und die Leidenschaft dieser Gelsenkirchener Mannschaft sind beeindruckend, ja mitreißend. Aber die vielleicht entscheidende Szene des Abends hatte kaum jemand mitbekommen.

          DFB-Pokal

          Irgendwann im Verlauf der zweiten Halbzeit sollen Zuschauer – mutmaßlich Anhänger des FC Schalke – den Berliner Spieler Jordan Torunarigha durch das Imitieren von Affenlauten rassistisch beleidigt haben. Der tief gekränkte Verteidiger, der in Chemnitz als Sohn des ehemaligen nigerianischen Nationalspielers Ojokojo Torunarigha aufgewachsen ist, weinte. Er musste zum Weiterspielen überredet werden, wurde vom Schalker Benito Raman getröstet. „Jordan ist ein sehr emotionaler Mensch“, erzählte der Berliner Kapitän Niklas Stark nach dem Spiel, das Hertha BSC schließlich in Unterzahl verlor. Torunarigha hatte in der Verlängerung beim Stand von 2:2 am Spielfeldrand einen Getränkekasten auf den Boden geworfen und die Gelb-Rote Karte gesehen.

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