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Deutsche Einzelkritik : Sané kaum zu halten – Hector böse getroffen

  • Aktualisiert am

Mit dieser jungen Mannschaft startete Deutschland gegen Russland. Bild: AP

Die deutsche Fußball-Nationalelf zeigt beim 3:0 gegen Russland vor allem vor der Pause ein starkes Spiel. Das liegt an den jungen Spielern. Einige stechen dabei hervor. Die deutsche Einzelkritik.

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          Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat mit erfrischendem Angriffs-Fußball den schwachen WM-Gastgeber Russland mit 3:0 (3:0) bezwungen. Leroy Sané (8. Minute) und Niklas Süle (25.) mit ihren Premierentoren im DFB-Trikot sowie Serge Gnabry (40.) erzielten am Donnerstagabend die Treffer für die stark verjüngte Auswahl von Bundestrainer Löw vor 35 .88 Zuschauern in Leipzig. Die deutschen Spieler in der Einzelkritik:

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          Manuel Neuer: Im 83. Spiel hatte er kaum was zu tun. Aber nicht ganz souverän: Kleiner Wackler (63.) und ungestümes Rauslaufen (83.).

          Matthias Ginter: Machte hinten rechts dicht, stark im Kopfball. Vermied risikovolle Vorstöße, um Stabilität zu sichern. Nicht groß gefordert.

          Niklas Süle: Wie schon in Paris Abwehrchef, der sich diesmal auch offensiv belohnte: Länderspiel-Tor Nummer eins. Hinten ohne Wackler.

          Antonio Rüdiger: Viel Einsatz, aber noch zu ungestüm. Verteidigte schlecht gegen Iwanow (48.). Mischte vorn mit, verlängerte Ecke vor dem 2:0.

          Joshua Kimmich: Seine Ecke führte zum 2:0. Als Libero vor der Dreierkette sicherte er die geballte Offensive ab und verteilte die Bälle.

          Thilo Kehrer: Gute Vertikalpässe, scharfe Flanken: Verkappter Spielmacher über rechts. Der Paris-Profi leitete das 1:0 ein. Gute Perspektiven.


          Kai Havertz: Gutes Startelf-Debüt: Der 19-Jährige war als Zehner lange präsent, legte klug zum 3:0 auf. Noch fehlt etwas Robustheit.

          Jonas Hector: Praktisch Linksaußen, ohne große Aktionen nach vorn. Rettete kurz vor der Linie (55.). Nach bösem Foul verletzt raus (65.).

          Serge Gnabry: Der junge Bayer machte das Spiel schnell, ging weite Wege, mit seinen Pässen schuf er immer wieder Gefahr – und traf selbst.

          Timo Werner: Spielte in seinem Heim-Länderspiel die Schnelligkeit aus. Aber zu hektisch. Ihm fehlt im DFB-Team derzeit der Torinstinkt.

          Leroy Sané: Immer Unruheherd, mit seinem Turbo-Antritt kaum zu stellen. Brachte mit seinem Premierentor Deutschland zeitig auf Kurs.

          Jonathan Tah: Kam nach einer Stunde für Rüdiger. Fügte sich ohne Probleme in die Dreierkette ein. Bleibt der Ersatzmann für die Defensive.

          Julian Brandt: Der Leverkusener forderte nach seiner Einwechslung gleich den Ball, diesmal mehr zentral. Lief viel, zog das Tempo noch mal an.

          Sebastian Rudy: Löw brachte den Schalker in den letzten 25 Minuten als zusätzliche Absicherung. Das gelang ihm ohne Schwierigkeiten.

          Nico Schulz: Der Hoffenheimer ersetzte den am Knöchel verletzten Hector. Am Montag gegen die Niederlande dürfte er erste Wahl sein.

          Thomas Müller: Auch der frühere Weltmeister durfte noch ran, blieb aber unglücklich (78.). In Holland könnte er sein 100. Spiel machen.

          Leon Goretzka: Noch eine knappe Viertelstunde Einsatzzeit für den Neu-Bayern. Seine Ansprüche sind aber andere: Will mehr spielen.

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