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Nach umstrittenem Türkei-Post : Sahin darf nicht mehr für St. Pauli spielen

  • Aktualisiert am

Darf nicht mehr für den FC St. Pauli spielen: Cenk Sahin Bild: dpa

Weil er die Vereinswerte mehrfach missachtet habe, werde Fußballprofi Cenk Sahin „zum Schutze aller Beteiligter“ freigestellt, teilt der FC St. Pauli mit. Sahin demonstrierte zuvor seine Unterstützung für die türkische Militäroffensive in Syrien.

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          Der Fußball-Zweitligaklub FC St. Pauli hat sich mit sofortiger Wirkung von seinem Mittelfeldspieler Cenk Sahin getrennt. Wie die Hamburger am Montag mitteilten, wurde der türkische Angreifer „mit sofortiger Wirkung vom Trainings- und Spielbetrieb freigestellt“, nachdem es zuvor abermalige Gespräche über dessen umstritten Post zwischen den Verantwortlichen des Vereins und dem 25 Jahre alten Profi gegeben habe.

          Zur Entscheidungsfindung hätten vor allem die „wiederholte Missachtung der Werte des Vereins sowie der Schutz des Spielers“ beigetragen, teilte der Klub mit. Sahins noch bis Sommer 2021 laufender Vertrag wurde noch nicht aufgelöst. „Zum Schutze aller Beteiligten“ wurde Sahin, der mit einer Ablösesumme in Höhe von 1,3 Millionen Euro der zweitteuerste Profi der bisherigen Vereinsgeschichte ist, seitens des FC St. Pauli eine Trainings- und Gastspielerlaubnis erteilt. Laut türkischen Medien sollen das Zweitligateam Boluspor und der Viertligaklub Nevsehir Belediyespor Interesse haben.

          Sahin hatte in einem Instagram-Post seine Unterstützung für die umstrittene türkische Militäroffensive in Syrien demonstriert. „Wir sind an der Seite unseres heldenhaften Militärs und der Armeen. Unsere Gebete sind mit euch!“, hatte der 25-Jährige zu einem Foto mit türkischer Flagge geschrieben.

          St. Pauli distanzierte sich anschließend „von dem Post und dem Inhalt, weil er mit den Werten des Vereins nicht vereinbar ist.“ Viele Fans hatten den Rauswurf des Profis gefordert, der sich aktuell in der Türkei aufhält.

          Der Zweitligaverein teilte dazu mit: „Nach zahlreichen Gesprächen mit Fans, Mitgliedern und Freundinnen, deren Wurzeln in der Türkei liegen, ist uns bewusst geworden, dass wir differenzierte Wahrnehmungen und Haltungen aus anderen Kulturkreisen nicht bis ins Detail beurteilen können und sollten. Ohne jegliche Diskussion und ohne jeglichen Zweifel lehnen wir dagegen kriegerische Handlungen ab. Diese und deren Solidarisierung widersprechen grundsätzlich den Werten des Vereins.“

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