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Für insgesamt 350 Millionen : Ronaldo angeblich vor Wechsel nach Italien

  • Aktualisiert am

Cristiano Ronaldo im Dress von Real Madrid. Bild: dpa

Der Star-Spieler von Real Madrid soll Medienberichten zufolge kurz vor einem Wechsel in die italienische Serie A stehen. Im Gespräch sind eine horrende Ablöse und 30 Millionen Jahresgehalt. Im Onlineshop des Klubs verbirgt sich möglicherweise der entscheidende Hinweis.

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          Cristiano Ronaldo ist schon seit ein paar Tagen nicht mehr in Russland, doch er beherrscht weiterhin die Schlagzeilen. Wenn es stimmt, was aus Spanien und Italien kolportiert wird, dann wechselt der fünfmalige Weltfußballer von Real Madrid zu Juventus Turin. Die Verhandlungen sollen in vollem Gange sein, im Gespräch ist ein Vertrag über vier Jahre, dotiert mit jährlich 30 Millionen Euro Gehalt – und seine Vorstellung in Turin schon am Samstag.

          „Es scheint, als sei die Zeit gekommen, sich in Freundschaft zu trennen. Das ist das Beste für alle Beteiligten“, berichtet die spanische Sportzeitung Marca, für gewöhnlich bestens informiert, wenn es um Real geht. Bemerkenswert: Bisher hat der Champions-League-Dauersieger die Spekulationen nicht dementiert – im Gegensatz dazu wiesen die Königlichen Mutmaßungen, sie könnten an Kylian Mbappe oder Neymar interessiert sein, umgehend zurück.

          Ronaldo hatte sich nach dem Champions-League-Finale im Mai in Kiew zweideutig geäußert. „Es war sehr schön, bei Real zu sein“, sagte er nach dem Sieg über den FC Liverpool (3:1), er ergänzte auf Nachfrage, ob er in Madrid bleiben werde: „Ich kann es nicht versichern.“ Es gilt als gesichert, dass er bei Real nicht mehr die Wertschätzung fühlt, die er für angemessen hält, besonders vonseiten von Klubchef Florentino Perez. „Ich habe mit dem Präsidenten nichts zu besprechen“, sagte Ronaldo in Kiew.

          Russland hatte Ronaldo nach der Niederlage im Achtelfinale gegen Uruguay (1:2) ohne weitere Hinweise zu seiner Zukunft verlassen. Die Gazzetta dello Sport berichtet: Ronaldos Manager Jorge Mendes habe bereits mit Perez gesprochen, um die Möglichkeiten eines Wechsels zu erkunden. Der 33 Jahre alte Torjäger hat bei Real noch einen Vertrag bis Sommer 2021, die festgeschriebene Ablöse liegt bei einer Milliarde Euro. Juventus wird diese Summe nicht zahlen können und wollen – muss es aber vielleicht auch nicht.

          Weitere Nachrichten aus Italien lassen vermuten, dass es wohl ernsthafte Diskussionen über den Transfer gibt. Turins Trainer Massimiliano Allegri hat seinen Urlaub unterbrochen, um an einem Treffen mit dem Klubchef Andrea Agnelli und dem Management teilzunehmen. Insgesamt 350 Millionen Euro, so ist zu hören, könnte Juventus locker machen für Ronaldo, heißt: Die Turiner sind bereit, 230 Millionen Euro Ablöse zu zahlen.

          Die Vermutungen, dass Ronaldos Transfer näher rückt, nährte darüber hinaus ein Tweet von Real Madrid, mit dem bekannt gegeben wurde, dass die Trikots für die anstehende Saison bereits im Online-Store des Klubs zu erwerben seien. Auf dem beigefügten Bild sind Karim Benzema, Marcelo, Sergio Ramos, Marco Asensio und Toni Kroos zu sehen, nicht aber Ronaldo. Angeboten wird ein Trikot mit der Nummer „7“ – ohne den Aufdruck „Ronaldo“.

          Der ehemalige Juve-Sportdirektor Luciano Moggi, der immer noch gute Verbindungen zum Verein hat, behauptete unterdessen, dass sich der italienische Rekordmeister mit Ronaldo einig sei. „Ronaldo hat schon unterschrieben, nachdem er den Medizincheck in München gemacht hat“, sagte Moggi. Am Donnerstagvormittag stieg die Aktie von Juventus an der Mailänder Börse um 8,4 Prozent auf ein Rekordhoch von 80 Cent pro Aktie.

          Ronaldo spielt seit 2009 bei Real Madrid, er ist mit 451 Toren der Rekordtorschütze des Klubs. Viermal hat er mit dem spanischen Rekordmeister die Champions League gewonnen (zuvor einmal mit Manchester United), sein Jahresgehalt soll 21 Millionen Euro betragen. Dennoch ist er unzufrieden: weil sie ihn im Bernabeau immer gleich auspfeifen, wenn etwas nicht klappt; weil er sich außerdem von den Steuerbehörden zu Unrecht verfolgt fühlt. Erst vor wenigen Wochen wurde er zu einer zweijährigen Haftstrafe auf Bewährung sowie einer Nachzahlung 18,8 Millionen Euro wegen Steuerhinterziehung verurteilt. Seine Anwälte versuchen derzeit, die Bewährungsstrafe in eine weitere Geldstrafe umzuwandeln.

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