https://www.faz.net/-gtl-a2h9w

Neuer Trainer : Koeman soll FC Barcelona nach 2:8-Debakel aufbauen

  • Aktualisiert am

Ronald Koeman wechselt aus den Niederlanden nach Spanien. Bild: EPA

Der bisherige niederländische Nationaltrainer Ronald Koeman verlässt seine Heimat ein Jahr vor der EM und wird Trainer beim FC Barcelona. Nach dem 2:8-Debakel gegen den FC Bayern wartet dort viel Arbeit.

          2 Min.

          Der Niederländer Ronald Koeman soll als Trainer den FC Barcelona von Weltfußballer Lionel Messi und Nationaltorwart Marc-André ter Stegen aus der Krise holen. Der frühere Vereinsprofi werde einen Zweijahresvertrag unterzeichnen, teilte der spanische Verein am Mittwoch – nur fünf Tage nach dem 2:8-Debakel im Viertelfinale der Champions League gegen den FC Bayern – mit.

          „Willkommen zu Hause! Koeman“, twitterte der Club. Der bisherige niederländische Nationaltrainer tritt die Nachfolge von Quique Setién an. Die Katalanen hatten sich am Montag vom 61-Jährigen getrennt. Setién war nur gut sieben Monate im Amt.

          Auf der Homepage des niederländischen Verbandes KNVB wurde Koeman am Mittwoch mit den Worten zitiert: „Jeder weiß, dass Barcelona mein Traumklub ist. Es fühlt sich für mich ganz besonders an, dort Trainer werden zu können.“ Er betonte auch: „In den letzten zweieinhalb Jahren habe ich alles getan, um mit Oranje Erfolge zu erzielen. Ich blicke stolz zurück auf das, was wir in dieser Periode erreicht haben.“

          Der 57 Jahre alte Koeman war der Wunschkandidat von Barcelonas Vereinspräsident Jose Bartomeu. „Wir wissen wie er ist und wie er denkt. Und er ist sehr erfahren. Er kennt die Philosophie des Klubs sehr gut und er glaubt an den Stil von Barça. Deshalb ist er der Auserwählte“, sagte Bartomeu bereits am Dienstagabend im TV-Sender des Vereins.

          Der Verein aus Katalonien hatte am Montag eine „umfassende Umstrukturierung des ersten Teams“ für die neue Saison angekündigt. Medienberichte, Messi wolle den Verein nach zwanzig Jahren verlassen, wies Bartomeu aber entschieden zurück. Der 33-jährige Argentinier, dessen Vertrag nur noch bis 2021 läuft, werde bleiben, versicherte Bartomeu. Das sei auch der Wunsch des neuen Trainers. „Koeman hat uns gesagt, dass Messi die Säule seines Projekts ist.“

          Koemans Vertrag mit dem niederländischen Verband lief zwar noch bis zum Ende der Europameisterschaft. Er enthielt Medienberichten zufolge aber eine Ausstiegsklausel für den Fall, dass sich Koeman die Möglichkeit biete, Trainer in Barcelona zu werden. Die Spanier würden fünf Millionen Euro an den KNVB überweisen müssen, schrieb „Mundo Deportivo“. Der ehemalige Libero hatte von 1989 bis 1995 für Barcelona gespielt und war mit den Katalanen viermal spanischer Meister und 1992 auch Europapokalsieger geworden. Er soll am Mittwoch um 18.00 Uhr im Camp Nou offiziell vorgestellt werden.

          Koemans bisheriger Assistenztrainer Dwight Lodeweges wird derweil vorerst das Amt des Bondscoaches übernehmen, bis ein Nachfolger gefunden ist. Das teilte der niederländische Verband KNVB am Mittwoch in Zeist bei Utrecht mit. „Er hat Oranje wieder Farbe ins Gesicht gegeben, nach einigen mühsamen Jahren“, sagte KNVB-Direktor Eric Gudde. Koeman selbst sagte: „Für mich war es eine Ehre, Bondscoach der Niederlande zu sein. Die niederländische Mannschaft hat eine schöne Zukunft vor sich, davon bin ich überzeugt.“

          Weitere Themen

          Timo Werner lässt Chelsea jubeln

          Premier League : Timo Werner lässt Chelsea jubeln

          Während der FC Liverpool mit Trainer Jürgen Klopp Mühe hat, stürmt der FC Chelsea mit Nationalspieler Timo Werner eindrucksvoll zum nächsten Sieg. Auch DFB-Spieler Ilkay Gündogan kann sich freuen.

          Topmeldungen

          Eine Frau mit einer Packung Eier – im Hintergrund das Kapitol in Havanna

          Corona-Krise auf Kuba : Schlimmer als die Pandemie

          In Kuba setzt die Regierung strenge Maßnahmen gegen Corona ein. Noch härter als die Pandemie trifft die Menschen jedoch die Lebensmittelkrise. Das Land schlittert in eine immer schwierigere Situation.
          Wahlkämpferisch: Donald und Melania Trump am Freitag bei einer Veranstaltung in Tampa, Florida.

          Wahl in Amerika : Gespaltene Staaten

          Aus dem zivilisierten Wettstreit um die politische Macht zwischen Rot und Blau ist in den Vereinigten Staaten ein radikaler Kampf um alles oder nichts geworden; das liegt nicht nur an Donald Trump. Ein Gastbeitrag.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.