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Huldigung beim FC Barcelona : „Lewandowski bringt Camp Nou zum Träumen“

  • Aktualisiert am

Mit Sternchen: Robert Lewandowski wurde als bester Spieler des Spiels ausgezeichnet. Bild: AFP

Robert Lewandowski erzielt in einem Testspiel sein erstes Tor für den FC Barcelona und wird mit Lob überhäuft. Die neue Kombination mit Jungstar Pedri wird auch in Madrid mit Respekt begutachtet.

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          Der Fluch des Robert Lewandowski ist gebrochen – wie die spanische Zeitung „El Mundo“ am Montag schrieb. Im vierten Spiel für den FC Barcelona erzielte der Weltfußballer endlich seinen ersten Treffer im Trikot der Katalanen. Beim 6:0 gegen die Mexikaner von Pumas UNAM eröffnete der langjährige Bayern-Profi noch vor Vollendung der dritten Spielminute den Torreigen. Nach dem Treffer, zwei Torvorlagen und einer sehr guten Leistung beim Debüt im Camp Nou wurde der Pole mit Lob überhäuft.

          „Er bringt das Camp Nou zum Träumen“, schrieb die Fachzeitung „Mundo Deportivo“. Die Zuschauer seien am Sonntagabend immer wieder von den Sitzen gerissen worden, hieß es. Das Konkurrenzblatt „Sport“ titelte unterdessen zu einem Bild des jubelnden Lewandowski in großen Lettern: „Spektakulär“.

          Der Königstransfer von Barça wurde nach dem Abpfiff auch als bester Akteur des Spiels um die Joan-Gamper-Trophäe geehrt. Der bald 34 Jahre alte Profi habe sich vor den mehr als 83.000 begeisterten Zuschauern vor allem mit dem jungen Spielmacher Pedri (19) blendend verstanden, stellten die Medien fest. Der junge spanische Nationalspieler erklärte dazu: „Mit Lewandowski spielen zu können, ist Luxus. Es ist sehr leicht, sich mit einem solchen Fußballer zu verstehen.“ Nun wolle man auch viele Titel holen.

          Das Team mit Nationaltorwart Marc-André ter Stegen startet am Samstagabend (21.00 Uhr bei DAZN) daheim gegen Rayo Vallecano in die spanische Liga. Während man sich in Barcelona auf die kommenden Galavorstellungen freut, verbreitet das Duo „Lewa-Pedri“ in Madrid, der Heimat von Erzrivale, Liga-Titelverteidiger und Champions-League-Sieger Real, bereits Sorgen. „Auf die beiden muss man wirklich aufpassen“, schrieb dort zum Beispiel die Fachzeitung „AS“.

          Der niederländische Fußball-Nationalspieler Frenkie de Jong will nach Aussagen des Klub-Präsidenten Joan Laporta derweil beim FC Barcelona bleiben. „Er hat Angebote, aber wir wollen, dass er bleibt, und er will auch bleiben“, sagte Laporta der spanischen Sportzeitung „Mundo Deportivo“. De Jong war zuletzt immer wieder mit einem Wechsel in die englische Premier League in Verbindung gebracht worden. Manchester United und Barcelona hatten sich im Juli bereits auf eine Ablöse von insgesamt rund 85 Millionen Euro geeinigt, der Wechsel ist jedoch aufgrund fehlender Zustimmung des Spielers bislang nicht zustande gekommen.

          Berichten zufolge ist auch der FC Chelsea um Teammanager Thomas Tuchel an de Jong interessiert. Barcelona fordert laut Medienberichten, dass der 25-Jährige angesichts der finanziellen Probleme des Klubs auf Teile seines Gehalts verzichtet. De Jong soll bei den Katalanen in der kommenden Saison regulär rund zehn Millionen Euro verdienen. Der Niederländer wurde am Sonntag gegen Los Pumas zur Halbzeit eingewechselt und erzielte kurz vor Schluss den Endstand.

          Nach seinem Abschied zum FC Barcelona hält Lewandowski den FC Bayern München derweil in der Offensive für variabler. „Ich habe keine Zweifel daran, dass sie ihre Tore auch ohne mich machen. Ich bin mir sicher, dass andere Spieler jetzt mehr Tore schießen werden als in den vergangenen Jahren. Sie sind sehr variabel und haben so viel Qualität, dass sie keine klassische Neun brauchen“, sagte Lewandowski dem TV-Sender Sport1 im Interview.

          Voll des Lobes ist der Weltfußballer für den auftrumpfenden Jamal Musiala (19). „Bambi (Musialas Spitzname/d. Red.) ist ein besonderes Talent, wie auch Pedri, Gavi oder Ansu Fati bei Barça. Es ist beeindruckend, wie schnell er gereift ist und sich dem Niveau bei Bayern angepasst hat – aber auch, wie sehr er weiter an sich arbeitet und dazulernen möchte“, sagte Lewandowski. „Das ist schon Wahnsinn, genauso wie sein Dribbling mit seinen langen Beinen. Ich bin mir sicher, dass er noch besser wird. Vor ihm liegt eine große Zukunft. Die Zeit ist auf seiner Seite.“

          Nach seinem Abschied aus der Fußball-Bundesliga wäre für Lewandowski der Dortmunder Sebastien Haller ein Kandidat für die Nachfolge als Torschützenkönig gewesen. „Haller wäre eigentlich ein Kandidat, aber das mit seiner Krankheit ist sehr schlimm. Ich hoffe, dass er sich gut erholt und wir ihn bald wieder auf dem Platz sehen. Gute Besserung an dieser Stelle. Ansonsten hat der FC Bayern genügend Spieler, die viele Tore schießen können“, sagte Lewandowski.

          Der Pole war fünfmal nacheinander Torschützenkönig für den FC Bayern geworden – insgesamt stand der Nationalstürmer siebenmal in dieser Wertung ganz vorne. Bei Haller (28) war vor Kurzem ein bösartiger Hodentumor festgestellt worden, er wird Borussia Dortmund mehrere Monate fehlen.

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