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Fifa-Vorsitzender : Infantinos Reputation leidet weiter

Welchen Plan verfolgt er? Gianni Infantino bei der Copa America Anfang Juni. Bild: AP

Beim Internationalen Fußball-Verband kündigt ein Mitglied der Fifa-Vergütungskommission seine Mitarbeit unter Gianni Infantino auf. Besonders für den Präsidenten ist der Abgang pikant.

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          Beim Internationalen Fußball-Verband (Fifa) hat der nächste externe Spezialist seine Mitarbeit unter dem neuen Präsidenten Gianni Infantino aufgekündigt. Jean-Pierre Pedrazzini bestätigte gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung seinen Rücktritt als Mitglied der Fifa-Vergütungskommission, aber wollte zu den Gründen nichts sagen. Auch die Fifa bestätigte.

          Michael Ashelm

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Der Abgang ist pikant, weil der Headhunter aus Genf zu dem Gremium gehörte, welches das Gehalt Infantinos festgelegt hatte. Nach Informationen der F.A.Z sind für Infantino bisher ein Grundsalär von 1,65 Millionen Franken, dazu eine Spesenpauschale von 24.000 Franken und Rentenbeiträge vorgesehen – insgesamt 1,95 Millionen Franken im Jahr. Infantino hatte die Höhe des Betrags in einer Sitzung des Fifa-Councils hinter verschlossenen Türen als „beleidigend“ bezeichnet. Den Fifa-Vertrag hat er bisher nicht unterzeichnet. Offenbar will er weit mehr.

          Pedrazzinis Abgang könnte damit zu tun haben, dass nun unter Infantino nach und nach beschlossene Reformen ausgehebelt werden. So blieb die Vergütungskommission auch bei der Gehaltsfrage der neuen Generalsekretärin Fatma Samoura bisher außen vor - anders als vorgesehen. Vor Pedrazzini ging schon der Vorsitzende der Audit- und Compliance-Kommission, Domenico Scala, weil die Aufsichtsorgane per Ermächtigung der Fifa-Führung geschwächt worden waren. Und auch KPMG zog sich als Prüfungsgesellschaft bei der Fifa zurück.

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