https://www.faz.net/-gtl-7zpk9

Rekordvertrag in England : Seifert fordert Debatte in Bundesliga

  • Aktualisiert am

Bundesliga-Chef Seifert: Notfalls auch unpopuläre Maßnahmen ergreifen Bild: dpa

„Wir befinden uns in einem Verdrängungswettbewerb der Ligen“ sagt DFL-Chef Seifert angesichts des TV-Rekordvertrages in England. Er wünscht sich eine Debatte über neue Anstoßzeiten in der Bundesliga.

          1 Min.

          Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat gelassen auf den Abschluss des TV-Rekordvertrages in England reagiert. In der Premier League erhalten die Klubs für die Zeit von 2016 bis 2019 rund 6,9 Milliarden Euro. „Die Zahlen der Premier League sind im Vergleich zu allen anderen Fußball-Ligen in einer anderen Dimension, aber sie überraschen mich nicht“, sagte DFL-Chef Christian Seifert „bild.de“ am Mittwoch. „Diese Summe ist allein auf die Konkurrenz-Situation auf dem englischen Medienmarkt zurückzuführen.“

          Neben dem Verweis auf den ungewöhnlichen Bieter-Wettkampf zwischen den TV-Giganten Sky und BT appellierte Seifert an die deutschen Vereine, sich Gedanken über den neuen TV-Vertrag in Deutschland von 2017 an zu machen. Dann läuft der derzeitige 2,51-Milliarden-Vertrag aus. Es sei eine Herausforderung, den Abstand zu England nicht zu groß werden zu lassen. „Wir befinden uns in einem Verdrängungswettbewerb der Ligen. Von daher benötigen wir eine ehrliche Diskussion in der Liga: Sind wir mit Blick auf den neuen TV-Vertrag bereit, notfalls auch unpopuläre Maßnahmen zu ergreifen, um weiter die besten Spieler der Welt in der Bundesliga zu halten?“ so der DFL-Chef. Er wünschte sich eine Debatte über mögliche neue Anstoßzeiten und neue Sendezeiten.

          Weitere Themen

          „Fatales“ Vorgehen des DFB

          Debatte um Ethikkommission : „Fatales“ Vorgehen des DFB

          DFB-Interimspräsident Rainer Koch wehrt sich gegen Kritik an der Neubesetzung der Spitze der Ethikkommission. Hans-Joachim Eckert ist „nicht abgeneigt“, sich einer Aufgabe in dem Gremium zu stellen.

          Moskau schließt EM-Fanzone Video-Seite öffnen

          Steigende Corona-Zahlen : Moskau schließt EM-Fanzone

          Wegen wieder stark steigender Corona-Infektionszahlen schließt Moskau seine Fanzone zur Fußball-EM und verbietet alle Freizeitveranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern. Als Grund für den starken Anstieg vermuten die Behörden neue Virusvarianten.

          Topmeldungen

          Die Delta-Variante wütet in Indien: Menschen in der Stadt Balurghat warten vor einem Krankenhaus auf eine Impfung.

          Sorge vor Delta-Variante : Wettlauf mit dem Virus

          Die Inzidenzwerte fallen deutlich. Doch die gefährliche Delta-Variante des Coronavirus besorgt die Virologen. Deutlich mehr Zweitimpfungen sind notwendig, um eine vierte Corona-Welle abzuflachen.
          46:48

          F.A.Z. Wissen – der Podcast : Ist Covid-19 mit der Grippe vergleichbar?

          Eine „kleine“ Grippe oder „nur“ wie eine Grippe: Wer so über die Corona-Pandemie spricht, verharmlost beides.Tatsächlich ist Covid-19 in vielerlei Hinsicht anders als Influenza – und gefährlicher. Das lässt sich mit neuen Studien gut belegen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.