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Termin für Wahlkongress : Rauball sorgt für Verwirrung im Fifa-Skandal

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„Der Termin steht jetzt. Es wird also vor Weihnachten sein“: Oder doch nicht? Reinhard Rauball Bild: dpa

Am 16. Dezember soll ein Nachfolger für Fifa-Präsident Joseph Blatter gewählt werden. Oder doch nicht? DFL-Boss Reinhard Rauball sorgt für Verwirrung. Derweil verschiebt der Fußball-Weltverband einen Termin.

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          Ligapräsident Reinhard Rauball hat mit einer Aussage zum Termin des Fifa-Kongress mit der Wahl eines Nachfolgers von Joseph Blatter am Mittwochabend für Verwirrung gesorgt. Beim Mercedes Presseclub vor dem Länderspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen die Vereinigten Staaten bestätigte Rauball den 16. Dezember als Datum. „Der Termin steht jetzt. Es wird also vor Weihnachten sein“, sagte Rauball auf dem Expertenpodium.

          Nach der Veranstaltung wies der Präsident von Borussia Dortmund aber darauf hin, dass er sich nur auf unbestätigte Medienberichte bezogen habe. Die Fifa hat den 16. Dezember als Datum für die Präsidentschaftswahlen bislang nicht bestätigt. Der Zeitpunkt für die Vollversammlung aller 209 Fifa-Mitgliedsländer soll erst bei einer Sondersitzung des Exekutivkomitees im Juli bestimmt werden, hieß es am Mittwoch vom Weltverband. Rauball ist einer der schärfsten Kritiker des scheidenden Fifa-Präsidenten Blatter.

          Die Fifa hat derweil weitere Daten zur Untersuchung des Korruptionsskandals ausgehändigt. Das bestätigte die Schweizer Generalstaatsanwaltschaft am Mittwoch. Bei dem beschlagnahmten Material handele es sich um „IT-Daten“. Die Schweizer Staatsanwaltschaft hatte vor zwei Wochen ein Strafverfahren rund um die Vergaben der Weltmeisterschaften 2018 an Russland und 2022 an Qatar eröffnet.

          In dem Zusammenhang waren im Fifa-Hauptquartier in Zürich elektronische Daten und Dokumente sichergestellt worden. Laut der Behörde besteht der Verdacht auf ungetreue Geschäftsbesorgung sowie Geldwäscherei. Die Ermittlungen würden nicht gegen konkrete Personen laufen, hieß es. Am selben Tag hatte die Schweizer Polizei auf Antrag der Vereinigten Staaten in Zürich mehrere Fifa-Funktionäre festgenommen. Einen Zusammenhang zwischen beiden Vorgängen gibt es laut der Schweizer Behörden nicht.

          Fifa-Generalsekretär Jerome Valcke verkündet den Aufschub auf einer Pressekonferenz in Samara, Russland.

          Das Bewerbungsverfahren für die Weltmeisterschaft 2026 wird unterdessen verschoben. Das gab Fifa-Generalsekretär Jérôme Valcke auf einer Pressekonferenz im russischen WM-Spielort Samara bekannt. Zum jetzigen Zeitpunkt sei es Unsinn, mit dem Bieterverfahren zu beginnen, sagte Valcke. Ursprünglich sollten die Fifa-Mitglieder am Donnerstag über den genauen Ablaufplan informiert werden. Die WM-Vergabe sollte auf dem Fifa-Kongress 2017 in Kuala Lumpur stattfinden.

          Die Entscheidung folgte gut eine Woche nach der Ankündigung von Joseph Blatter, sein Fifa-Präsidentschaftsamt im Zuge des neuerlichen Korruptionsskandals zur Verfügung zu stellen. Auch Valcke war im Zusammenhang mit einer Zehn-Millionen-Dollar-Zahlung von Südafrika an die amerikanische Concacaf-Konföderation unter Druck geraten. Der Franzose wies dies zurück. Es gebe keinen Grund, ihn zu beschuldigen. „Ich bin transparent wie ich nur kann.“

          Forderungen nach einer Neuvergabe der WM 2018 wies Valcke gemeinsam mit Russlands Sportminister Witali Mutko zurück. „Bei der Wahl Russlands als Gastgeber wurden keine Regeln verletzt, alles entsprach den Vorschriften. Zu diesem Schluss ist auch eine Untersuchungskommission in ihrem Bericht gekommen“, sagte Valcke.

          Auch Mutko bekräftigte, dass Russland „im Rahmen der Regeln“ gehandelt habe. Er sehe die WM nicht in Gefahr. Auch im Zuge der Vergabe an Russland waren Korruptionsvorwürfe laut geworden. Die Untersuchungen des damaligen Fifa-Chefermittlers Michael Garcia erwiesen sich aber als schwierig, weil viele Computer nach dem Bewerbungsverfahren zerstört worden waren. Nachgewiesen werden konnten dennoch mehrere Verstöße gegen Meldepflichten von Kontakten zu Fifa-Exekutivmitgliedern. Diese sollen laut Fifa jedoch keinen nachweisbaren Einfluss auf die WM-Vergabe gehabt haben.

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