https://www.faz.net/-gtl-9ljdb

Nach dem Grindel-Rücktritt : Zeit für eine DFB-Revolution

Bisher galten bei der Wahl eines neuen DFB-Präsidenten die üblichen Proporzkriterien. Wie wird es diesmal sein? Bild: EPA

Nach dem dritten Rücktritt in sieben Jahren ist der Deutsche Fußball-Bund zu einem Sanierungsprojekt geworden. Der DFB täte gut daran, seinen neuen Präsidenten nach neuen Kriterien zu suchen.

          2 Min.

          Am Ende ist es eine Uhr gewesen, die Reinhards Grindels Zeit als DFB-Präsident ablaufen ließ. Das passende Bild zum Rücktritt des formal mächtigsten Mannes im deutschen Fußball lag schon am Montagabend auf der Hand, als pünktlich zur Feierstunde der Fußballgrößen von einst im deutschen Fußballmuseum die Nachricht die Runde machte, dass Grindel eine Luxus-Uhr vom ukrainischen Fußballfunktionär und Fußballmachthaber Grigori Surkis angenommen hatte. Der Oligarch hatte mit Grindel zeitweilig im Uefa-Exekutivkomitee der Europäischen gesessen. Sein Geschenk war dann selbst dem krisenerprobten DFB eine Zumutung zu viel.

          Drei Tage zuvor war schon bekannt geworden, dass der Präsident neben seiner monatlichen Aufwandsentschädigung (7200 Euro) und einem Ausgleich seines Verdienstausfalls in gleicher Höhe zu Beginn seiner Amtszeit auch noch weitere 6000 Euro monatlich für ein Aufsichtsratsmandat bei einer DFB-Tochter überwiesen bekommen hatte. Der Druck innerhalb des Verbandes und der Öffentlichkeit war nun endgültig zu groß geworden.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.
          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+
          Russische Soldaten nehmen an Übungen auf dem Schießplatz Kadamowskii in Rostow am Don teil.

          Krise mit Russland : Nach der Ukraine ist Europa dran

          Putin will nicht nur die Ukraine. Er will Hegemonie über ganz Europa. Die EU muss deshalb über eine eigene Abschreckung reden. Frankreich hat die Debatte eröffnet.
          War am Montag auf dem virtuellen Weltwirtschaftsforum zu Gast: Chinas Staatschef Xi Jinping

          Chinas Konjunktur : Die Grenzen der Planwirtschaft

          Staatskonzerne müssen sich nicht darum kümmern, ob sich die vielen Brücken ins Nirgendwo rechnen. Der Versuch Pekings, mit mehr Planwirtschaft das Land voranzubringen, stößt an Grenzen. Was wird aus China?