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Regeländerung eingeführt : Der klinische Fußball rückt näher

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Achtung Fußballspieler: Bei absichtlichem Anhusten kann es künftig Rot geben. Bild: Picture-Alliance

Die Corona-Pandemie sorgt auch auf dem Fußballplatz für neue Verhaltensregeln: Wer künftig hustet, kann mit Rot bestraft werden. Es kommt allerdings auf die Richtung an.

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          Fußballer können zukünftig auch wegen absichtlichen Hustens in Richtung Schiedsrichter oder anderen Spielern des Feldes verwiesen worden. Das beschlossen die Regelhüter des International Football Association Board (Ifab). Die neue Richtlinie wurde zum Schutz vor dem Coronavirus in das Regelwerk aufgenommen.

          Jede Bestrafung liegt aber im Ermessen des Schiedsrichters. Er hat entsprechend zu beurteilen, ob das Husten „routinemäßig“ oder „absichtlich“ erfolgt ist. Bei zufälligem Husten oder bei einem großen Abstand zwischen den Spielern solle der Schiedsrichter keine Maßnahmen ergreifen, heißt es weiter. Es müsse eine eindeutige Handlung vorliegen.

          Husten ist eines der häufigsten Symptome bei einer Infektion mit Covid-19. Deshalb stufte das Ifab das absichtliche Vergehen nun auf einer Ebene mit mündlichen oder gestenreichen Beleidigungen ein. „Wäre es eindeutig ein Versehen, dann würde der Schiedsrichter nicht eingreifen, gerade wenn das Husten mit einem großen Abstand zwischen den Spielern stattfände“, präzisierte das Ifab die neuer Regel: „Wenn er jedoch nahe genug ist und eindeutig offensiv wird, kann der Schiedsrichter eingreifen.“

          Auch das bei Fußballern einst so beliebte Ausspucken und Nase freirotzen ist seit einigen Monaten nicht mehr gern gesehen, wird aber nicht geahndet. „Ausstoß von Speichel (Spucken) vermeiden“, hieß es dazu im Hygienekonzept der Deutschen Fußball-Liga (DFL).

          Das Husten-Verbot ist nicht die erste Regel, die vom Ifab im Zuge der Corona-Pandemie eingeführt hat. Schon nach Wiedereinführung der Wettkampfspiele nach dem Lockdown war beschlossen worden, fünf statt drei Auswechslungen zu erlauben. Damit sollte auf die Gesundheit der Spieler Rücksicht genommen werden, damit es nicht zu Überlastungen kommt. Diese Regel soll auch in der kommenden Saison weiterhin gültig sein.

          Das Regel-Gremium Ifab wird aus insgesamt acht „Fußball-Weisen“ gebildet: es setzt sich aus je einem Vertreter der vier britischen Fußballverbände aus England, Schottland, Wales und Nordirland sowie vier Abgesandten des Weltfußball-Verbandes (Fifa) zusammen.

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