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Fußball der Zukunft : Ärger um Pläne von Real Madrid für weltweite Spiele

Spiel Toni Kroos mit Real Madrid bald gegen Guangzhou Evergrande aus China oder Mazembe aus dem Kongo? Bild: Picture-Alliance

Real Madrid plant offenbar eine Konkurrenzveranstaltung zur Champions League. Der Rahmen des weltumspannenden jährlichen Klubwettbewerbs klingt ein wenig abenteuerlich. Vor allem der Uefa-Präsident ist stinksauer.

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          Mit harscher Kritik hat der Präsident des Europäischen Fußball-Verbandes (Uefa), Aleksander Ceferin, auf die Spekulationen um eine Konkurrenzveranstaltung zur Champions League reagiert, die Real Madrid vorantreiben soll. „Es ist kaum vorstellbar, sich einen egoistischeren Plan auszudenken“, sagte der Slowene. „Glücklicherweise gibt es immer noch zu viel gesunden Menschenverstand im Spiel, als dass diese Art von verrückter Vorstellung erfolgreich sein könnte.“

          Michael Ashelm

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Beim FC Bayern ist zu vernehmen, dass sich die Position des Vereins zu dieser Thematik nicht verändert habe. Vor einem Jahr waren schon einmal im Zusammenhang mit Real Madrid Gerüchte zur Gründung einer Superliga aufgekommen. Man stehe „total“ zur Mitgliedschaft in der Bundesliga und zur Uefa, welche die anderen europäischen Wettbewerbe organisiere, sagte damals Bayern-Vorstand Karl-Heinz Rummenigge.

          Die britische Zeitung „Financial Times“ berichtete nun, dass Real-Präsident Florentino Pérez mit dem Finanzunternehmen CVC Capital Partners Gespräche über einen weltumspannenden jährlichen Klubwettbewerb geführt habe. Zuletzt hatte sich eine neue Vereinsorganisation (WFCA) gegründet, an deren Spitze der Bauunternehmer Pérez steht. Dazu gehören neben Real, dem AC Mailand, Boca Juniors und River Plate aus Buenos Aires auch weit weniger strahlkräftige Klubs: Auckland City (Neuseeland), Club America (Mexiko), Guangzhou Evergrande (China), Mazembe (Kongo).

          Weder Uefa noch die etablierte europäische Klubvereinigung Eca noch die Bundesliga sollen involviert sein. Dafür soll aber der Präsident des Internationalen Fußball-Verbandes (Fifa), Gianni Infantino, trotz anderslautender Aussagen Pérez’ Vorstoß unterstützen, um im Machtspiel mit der Uefa zu punkten. Real Madrid sucht nach Einnahmequellen, um der Finanzkraft der englischen Premier League mehr entgegensetzen zu können. Nach Informationen der „New York Times“ soll CVC mit der Fifa über Vermarktungsrechte an der aufgewerteten Klub-Weltmeisterschaft verhandeln. CVC hält bereits die Rechte an der Formel 1 sowie an der Motorrad-WM und ist in der englischen Rugby-Liga engagiert.

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