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Real Madrid : „Benötigen Spieler wie Ballack und Robben“

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„Verpflichtung von Ballack und Robben wäre eine tolle Nachricht” Bild: dpa

Real Madrid will nach übereinstimmenden spanischen Presseberichten nun doch Michael Ballack vom FC Chelsea verpflichten. Der Kapitän der Nationalelf soll für angeblich 40 Millionen Euro im „Doppelpack“ mit Arjen Robben kommen.

          Trotz aller Dementis will Real Madrid anscheinend nun doch den deutschen Fußball-Nationalspieler Michael Ballack vom FC Chelsea verpflichten. Der Kapitän der Nationalelf solle im „Doppelpack“ mit dem Niederländer Arjen Robben zum spanischen Meister wechseln, berichteten die Madrider Sportblätter „Marca“ und „As“ sowie die Tageszeitung „ABC“ am Samstag übereinstimmend.

          Die Ablösesumme für beide Spieler solle gut 40 Millionen Euro betragen. Die Verhandlungen zwischen Real und Chelsea seien weit fortgeschritten und könnten Anfang kommender Woche abgeschlossen werden. Real-Trainer Bernd Schuster sagte: „Eine Verpflichtung von Ballack und Robben wäre eine tolle Nachricht. Ich wäre begeistert, wenn es klappen würde.“

          Schuster fordert Ballack-Verpflichtung

          Klubchef Ramón Calderón hatte noch am Mittwoch eine Verpflichtung des 30-jährigen Ballacks ausdrücklich ausgeschlossen: „Ballack wird in keinem Fall bei Real Madrid spielen. Er ist 32 Jahre alt (in Wirklichkeit ist er 30), und wir möchten keine Spieler haben, die bei uns nur in Rente gehen wollen.“

          Arjen Robben steht auf Schusters Wunschzettel

          „Marca“ führte das Umdenken der „Königlichen“ darauf zurück, dass Schuster ausdrücklich eine Verpflichtung von Ballack verlangt hatte. Nach Reals 5:2-Sieg über Lokomotive Moskau am Freitagabend in einem Turnier in der russischen Hauptstadt bekräftigte der deutsche Coach: „Die Partie hat gezeigt, dass wir Spieler wie Ballack und Robben benötigen.“

          Der spanische Meister hatte mit Chelsea zunächst nur über einen Transfer des 23-jährigen Robben verhandelt. Die von den Londonern verlangte Ablösesumme von 40 Millionen Euro sei Real jedoch zu hoch gewesen, berichtete „Marca“. Chelsea habe auf diese Summe bestanden, weil die Londoner Geld für eine geplante Verpflichtung des Brasilianers Daniel Alves von Uefa-Cupsieger FC Sevilla benötigten. Dies habe beide Seiten auf die Idee gebracht, Ballack in den Transfer einzubeziehen.

          Müsste Ballack Abstriche hinnehmen?

          Der Kapitän der DFB-Elf könnte in Madrid nach spanischen Presseberichten einen Dreijahresvertrag erhalten. Allerdings müsste der Mittelfeldspieler wohl Abstriche bei seinem derzeitigen Gehalt machen, das in Spanien auf acht Millionen Euro im Jahr beziffert wird. Ein Hindernis könnte auch in Ballacks Verletzungsproblemen liegen. Der 30-Jährige war vor einem Monat erneut am linken Sprunggelenk operiert worden.

          Der FC Chelsea hatte Ballack vor einem Jahr ohne Ablösesumme vom FC Bayern München verpflichtet. Die Londoner würden daher bei einem Transfer des Deutschen nach Madrid in jedem Fall - auch bei einer geringen Ablösesumme - ein Geschäft machen, betonte „Marca“. Außerdem könnte Chelsea sich das Gehalt des in seiner ersten Saison in England nicht unumstrittenen Ballack sparen.

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