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Real Madrid : Beckhams Zukunft doch noch ungewiß

  • Aktualisiert am

Weiterhin Wirbel um David Beckham Bild: REUTERS

Schwerer Saisonstart für Real Madrid: Der spanische Fußball-Rekordmeister enttäuschte beim 0:0 gegen Villarreal. Zudem sorgen David Beckham und Ronaldo für großen Wirbel bei den „Königlichen“.

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          Nach dem mageren 0:0 beim Saisonauftakt gegen den FC Villarreal sorgt das Tauziehen um David Beckham und Ronaldo beim spanischen Fußball-Rekordmeister Real Madrid für zusätzliche Unruhe. In Sachen Beckham verkündete Präsident Calderón am Sonntagabend die vorzeitige Vertragsverlängerung um zwei Jahre bis 2009. Doch der englische Mittelfeldspieler ließ dies am Montag umgehend dementieren. „Er hat noch keinen neuen Vertrag unterschrieben, aber wir werden uns im September zusammensetzen“, wird ein Sprecher des 31 Jahre alten Fußballprofis von britischen Medien zitiert.

          Beckham war 2003 für 35 Millionen Euro von Manchester United zu Real gewechselt und verdient in Madrid rund 6,5 Millionen Euro im Jahr. Nach dem Viertelfinal-Aus bei der WM in Deutschland war Beckham als Kapitän des englischen Nationalteams zurückgetreten und kurz darauf vom neuen Nationaltrainer Steve McClaren ausgemustert worden. Auch in Madrid war er in den titellosen Jahren in die Kritik geraten.

          „Wir brauchen Ronaldo“

          Die Zukunft von Stürmerstar Ronaldo liegt dagegen offenbar endgültig bei Real. Calderón gab bekannt, daß er den Brasilianer Ronaldo nicht zum AC Mailand transferieren wird. „Trainer Capello hat mir garantiert, daß er in dieser Meisterschaft Ronaldo oft mit Ruud van Nistelrooy einsetzen wird. Wir brauchen Ronaldo. Das habe ich AC Mailands Vizepräsidenten Adriano Galliani gesagt, als er mich hier besucht hat“, sagte Calderón. Die Beziehungen zu Galliani seien wieder freundschaftlich, nachdem es in den vergangenen Wochen zu Spannungen gekommen war.

          Bis 2009 für Real am Ball?
          Bis 2009 für Real am Ball? : Bild: AP

          Galliani hatte Spaniens Fußball-Rekordmeister wegen dessen Werben um den Brasilianer Kaka ungewöhnlich heftig kritisiert. Den italienischen Klub-Funktionär trieben die Versuche der Madrilenen, den Mittelfeldspieler im Tausch für Ronaldo in die spanische Metropole zu lotsen, offenbar zur Weißglut. Kaka entschloß sich aber zum Verbleib in Italien. „Galliani hat sich entschuldigt. Er hat mir erklärt, daß er damals sehr nervös war, weil er den Zwangsabstieg seines Klubs und den Ausverkauf seiner Spieler befürchtete“, sagte Calderón.

          Pfiffe bei Reals Nullnummer

          Dagegen könnten Ivan Helguera, Francisco Pavon und Pablo Garcia den Verein ebenso noch vor dem Transferschluß an diesem Donnerstag verlassen wie die Brasilianer Cicinho und Julio Baptista. Der dänische Nationalspieler Thomas Gravesen steht kurz vor einem Wechsel zum schottischen Meister Celtic Glasgow.

          Real mußte sich bei der Trainer-Premiere von Fabio Capello am Sonntagabend im heimischen Estadio Santiago Bernabeu gegen den Champions-League-Halbfinalisten FC Villarreal mit einem 0:0 zufrieden geben.

          Bei den „Königlichen“ kamen alle vier in der Sommerpause verpflichteten Profis zum Einsatz. Auch die früheren Spieler von Juventus Turin, Fabio Cannavaro und Emerson, sowie Ruud van Nistelrooy (Manchester United) und Mahamadou Diarra (Olympique Lyon) konnten den Fehlstart auf dem erhofften Weg zum ersten Meistertitel seit 2003 nicht verhindern. Van Nistelrooy vergab zwei gute Möglichkeiten und wurde wie seine Kollegen von den eigenen Fans nach der Partie ausgepfiffen. Präsident Calderón nahm Trainer Capello nach dem enttäuschenden Auftaktspiel in Schutz: Er brauche noch etwas Zeit.

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