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Reaktionen zu Gerd Müllers Tod : „Heute ist ein trauriger, schwarzer Tag“

  • Aktualisiert am

Gerd Müller (1945-2021) Bild: Reuters

Die Fußballwelt trauert um einen ihrer größten Torjäger: Gerd Müller ist tot. Die Anteilnahme ist immens. Der „Bomber der Nation“ prägte nicht nur den FC Bayern enorm. Die Reaktionen im Überblick.

          5 Min.

          Herbert Hainer (Präsident Bayern München): „Heute ist ein trauriger, schwarzer Tag für den FC Bayern und all seine Fans. Gerd Müller war der größte Stürmer, den es je gegeben hat - und ein feiner Mensch, eine Persönlichkeit des Weltfußballs. Wir sind in tiefer Trauer vereint mit seiner Frau Uschi sowie seiner Familie. Der FC Bayern wäre ohne Gerd Müller heute nicht der Klub, wie wir ihn alle lieben. Sein Name und die Erinnerung an ihn wird auf ewig weiterleben.“

          Oliver Kahn (Vorstandsvorsitzender Bayern München): „Die Nachricht von Gerd Müllers Tod macht uns alle tief betroffen. Er ist eine der größten Legenden in der Geschichte des FC Bayern, seine Leistungen sind bis heute unerreicht und werden auf ewig Teil der großen Geschichte des FC Bayern und des gesamten deutschen Fußballs sein. Gerd Müller steht als Spieler und als Mensch wie kaum ein anderer für den FC Bayern und seine Entwicklung zu einem der größten Vereine weltweit. Gerd wird für immer in unseren Herzen sein.“

          Karl-Heinz Rummenigge (früherer Vorstandsvorsitzender Bayern München): „Ich hatte das große Glück, als junger Stürmer an der Seite von Gerd Müller spielen und ihm viele Tore auflegen zu dürfen. Seine Art, Treffer zu erzielen, war eigentlich unnachahmlich, dennoch konnte ich unheimlich viel von ihm lernen. Gerd Müller war ein Großer, weil er nie groß sein wollte, ein Genie, das mit Herz und Köpfchen spielte, und ein Instinktfußballer, wie es ihn so wahrscheinlich nie mehr gab und geben wird. Ich bin sehr dankbar, dass ich zweimal an seiner Seite den Europapokal der Landesmeister gewinnen durfte, und dass wir auch später noch beim FC Bayern viele schöne gemeinsame Stunden verbracht haben. Ich werde seine positive Art, sein Lachen, seinen Sinn für Humor, sowie seine großartigen Tore nie vergessen. Meine Gedanken und die meiner gesamten Familie sind bei seiner Frau Uschi und seiner Tochter. Sollte es im Himmel eine Fußballmannschaft geben – jetzt ist sie um einen Giganten reicher.“

          Rainer Koch (DFB-Co-Interims-Präsident): „Wir sind traurig, von dieser Ikone unseres Sports Abschied nehmen zu müssen und mit den Gedanken bei seiner Familie und seinen Angehörigen. Was bleibt ist die Erinnerung an einen großartigen Fußballspieler und die Dankbarkeit von ganz Fußballdeutschland für unglaublich viele großartige Tore und ganz besonders den für immer unvergesslich bleibenden Siegtreffer zum 2:1 im Finale der Fußball-Weltmeisterschaft 1974 in München gegen die Niederlande.“

          Hansi Flick (Bundestrainer): „Die Nachricht von Gerd Müllers Tod macht mich unendlich traurig. Er hat über seine aktive Zeit hinaus ganze Fußballer-Generationen geprägt. Gerd Müller bleibt ein Vorbild an Bescheidenheit und Bodenständigkeit. Er bleibt unerreicht.“

          Oliver Bierhoff (DFB-Direktor): „Gerd Müller war einer der größten Spieler, die jemals das Trikot der Nationalmannschaft getragen haben. Er hat Deutschland 1974 zum Weltmeister geschossen und wurde beim EM-Sieg 1972 Torschützenkönig, seine Zielstrebigkeit und Treffsicherheit bleiben unerreicht. Gerd Müller war eine Legende, um die die Nationalmannschaft trauert. Wir sind in Gedanken bei seiner Frau und Familie.“

          Peter Peters (DFB-Co-Interims-Präsident): „Mit Gerd Müller geht ein großes Stück deutsche Fußballgeschichte. Wir sind betroffen und tieftraurig. Unser Mitgefühl gehört seinen Angehörigen, hinter denen schwere Zeiten liegen und denen wir in dieser Situation viel Kraft wünschen. Zugleich blicken wir voller Hochachtung und Dankbarkeit auf das Lebenswerk von Gerd Müller.“

          Reinhard Rauball (Präsident Borussia Dortmund): „Ich habe Gerd Müller als absolut vorbildlichen Sportler kennengelernt, dessen 365 Tore in 427 Bundesligaspielen unübertroffen sind. Wenn der Ball im Strafraum auch nur irgendwie in seine Nähe gekommen war, hat man Müller alles zugetraut. Seiner Familie gilt unser aufrichtiges Beileid.“

          Christian Seifert (DFL-Geschäftsführer): „Einen Stürmer wie Gerd Müller wird es nie wieder geben. Er war ein herausragender Torjäger, ein Idol für Generationen – mit unglaublichen Rekorden, von denen viele bis heute Bestand haben. Ihn kennenzulernen, war mir eine Ehre und Freude zugleich. Die Nachricht von seinem Tod macht mich sehr traurig. Der deutsche Fußball wird Gerd Müller ein ehrendes Andenken bewahren.“

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